Wir waren im September 2024 für drei Wochen auf Rundreise in Indonesien:
Sulawesi: Kultur im Land der TorajaFlores: Natur und KulturKomodo: Bootstour durch die Inselwelt zu den Riesenwaranen, unterwegs SchnorchelmöglichkeitenBali: kleine Touren im touristischen Zentrum
Die Organisation war in Ordnung. Der geplante Reiseablauf wurde allerdings durch vulkanische Aktivitäten gestört (mehr dazu siehe im Reisebericht).
Zu Fotos und ergänzenden Informationen klickt auf eine der folgenden Kacheln oder blättert auf dieser Seite weiter nach unten.
- Visa on Arrival am Schalter beantragen und zahlen (ca. 30 € pro Person)
- Health Status im Handy online erfassen
- elektronische Einwanderung per Passautomat durchführen
- dann erhält man das Visum per Mail
- elektronische Zollerklärung im Handy online erfassen
- der hierbei generierte QR-Code wird dann vom Zollbeamten gescannt
- Kete' Kesu': In diesem Dorf sind Tongkonan, die Ahnenhäuser der adeligen Toraja, sehr gut erhalten. Einen kurzen Fußweg entfernt sehen wir Felsengräber, die bis zu 500 Jahre als sind. Die Häuser sind sehr gepflegt und das Dorf liegt malerisch an einem Teich. Sehr schön!
- Lemo: Hier besichtigen wir die hängenden Gräber und die Ahnenfiguren Tau Tau. Entlang der Reisfelder unternehmen wir zudem einen schönen kleinen Spaziergang. Die Felswand mit den Figuren ist eines der bekanntesten Fotomotive der Region. Dazu die Reisterrassen und der grüne Wald bieten einen exotischen Anblick. Ja, das ist etwas touristisch (es gibt etliche Verkaufsstände, aber man wird nicht bedrängt), aber ein Muss!
- Baby-Gräber: Nach einem kurzen Spaziergang sieht man einen Baum, in dem früher Babys bestattet wurden.
- Tampang Allo: Nach einem kurzen Fußweg besichtigen wir eine Grabhöhle mit bis zu 600 Jahre alten Gräbern.
- Londa: Hier besichtigen wir Felsengräber sowie zwei Höhlen mit Gräbern. Auf einem kleinen Rundweg bietet sich ein guter Blick auf den kompletten Felsen. Die höchstrangigen Familien werden ganz oben bestattet.
- Bori' Parinding: Diese rituelle Begräbnisstätte mit Megalithen (große, aufrecht stehende Steine) hat große spirituelle Bedeutung. Über den Hügel kann man einem kleinen Weg folgen, der zu weiteren Gräbern führt. Mehr als 20 Minuten braucht man hier nicht, es gibt aber schöne Fotomotive.
- Begräbniszeremonie: Wir sind zu einer Begräbniszeremonie "eingeladen". So etwas organisiert der einheimische Führer auf Wunsch. Dort ist man ausländische Gäste durchaus gewohnt. Nach dem Motto "desto mehr Gäste, desto mehr ehrt dies den Verstorbenen" ist das für die Einheimischen kein Störfaktor. Wir werden mit Kuchen, Gebäck und Tee bewirtet. Der Gastgeber, bei uns ein Enkel der "erst" vor einem Monat Verstorbenen, kommt zu einem Plausch vorbei. Er nimmt die mitgebrachten Geschenke entgegen (organisiert der einheimische Führer, ist praktisch der Ersatz für ein Eintrittsgeld).
Ein Wort der Warnung: Hier darf man keinen schwachen Magen haben. Überall quiecken Schweine, die - an Bambusstangen gefesselt - abgestochen, mit einem Gasbrenner abgeflammt und dann der Weiterverwertung zugeführt werden. Dann wird auch noch öffentlich ein Wasserbüffel durch Anstechen der Halsschlagader getötet und sofort zerlegt. Viel Blut, schreiende Tiere, das verkraftet nicht jeder gut. Für die Einheimischen ist das normal. Wem das zu viel wird, sollte einfach gehen (das kann man jederzeit) und keinen Aufstand proben. - Wenn Markttag ist (jeden 6. Tag), sollte man den großen Markt Pasar Rahyal Baku besuchen. Hunderte Wasserbüffel werden hier verkauft, zudem gibt es von Haushaltswaren über Lebensmittel alles zu kaufen, was Einheimische benötigen. Das Angebot ist nicht an Touristen gerichtet. Hier kann man aber schön durch die Gänge schlendern, mehr Lokalkolorit kann man nicht erwarten.
- Café Aras: Liegt an der Hauptstraße, 15 gemütliche Fußminuten vom Hotel entfernt. Ein großes Bintang-Bier, zwei kleine Bintang-Radler, Toraja-Schweinefleisch mit lokalem Gemüse in schwarzer Soße, Hühnercurry für knapp 19 Euro. Empfehlenswert.
- Café Monika: Liegt direkt um die Ecke vom Hotel. Büffelsteak und Nudeln Mie Goreng Jakarta sind lecker, mit einem Bintang und einem Guinness (gibt es häufig) für 14 Euro auch günstig. Der Service ist aber unterirdisch und die im Innenraum ablaufende Karaoke-Begleitung grenzt an Körperverletzung.
- Von einem Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick über die Stadt, den Hafen mit seinen unzähligen Booten und das Meer.
- Weiter geht es auf den farbenfrohen lokalen Markt. In 45 Minuten hat man alles gesehen und ein paar Fotos gemacht, durchaus schön.
- Dann besichtigen wir Goa Batu Cermin, die Spiegelsteinhöhle. Das kostet 3 Euro Eintritt und nochmal 3 Euro für den (empfehlenswerten) Guide. Nach einem Spaziergang durch einen Trockenwald erreicht man felsige Hügel, in denen eine Höhle liegt. Man sieht an den Wänden Fossilien und Fledermäuse (dank Guide).
- Weiter geht die Fahrt entlang der Küste bis zu einem Bootspier. Eines der Boote fährt uns 15 Minuten zur Kalksteinhöhle Goa Rangko, in deren kristallklarem Wasser man schwimmen kann. Die Höhle hat eine unterirdische Verbindung zum Meer. Der Abgang zur Höhle ist etwas rutschig, aber gut zu bewältigen. Allerdings sind hier Badeschuhe oder ähnliches zu empfehlen, da die Felsen scharfe Kanten haben und rutschig sein können. Das ist ein sehr schönes Erlebnis.
- Lucas: Ist direkt neben dem Hotel. Liegt im Obergeschoss. Uriger Raum, das Bier ist kühl, das Essen schmeckt und das Preis-/Leistungsverhältnis passt auch (Nasi Goreng Spezial, Gemüse mit Huhn, drei Bier für 13,60 Euro). Jederzeit wieder.
- Dito's: Kleines Lokal gegenüber vom Hotel mit Wohnzimmercharakter. Gutes Essen mit schmackigen Saucen: Gado-Gado, Green Vegetable Chicken (ohne grünes Gemüse), zwei Bier für 12 Euro. Auch das ist eine Empfehlung!
- Die zweitägige Bootstour und das Boot "Al Madira" hat uns sehr gut gefallen. Das war abwechslungsreich und - verglichen mit unseren Erwartungen - gar nicht so spartanisch. Dazu war das Essen klasse. Und wir mögen halt einfach auch das Meer.
- Rinca und vor allem Komodo sind schon sehr touristisch. Man ist nirgendwo allein, um jeden Waran scharen sich Menschen und versuchen aus allen Winkeln Selfies mit Echse zu schießen. Das hatten wir irgendwie anders erwartet. In Summe ist es aber dennoch schön. Wenn man nur Zeit für eine Insel hat, würden wir Rinca empfehlen.
- Den Strand finden wir hier ziemlich hässlich, der lädt uns nicht zum Besuch ein.
- Icon Bali: Die moderne große Shopping Mall ist voll auf Touristen ausgerichtet, aber interessant.
- Sindhu Beach Market: Nördlich des Icon Bali befindet sich eine Ansammlung kleiner typischer Touri-Verkaufsstände. Dahinter gibt es abends einen Nachtmarkt, der einen kurzen Besuch durchaus lohnt.
- Entlang der Jl. Danau Tamblingan sind viele Geschäfte, Bars, Restaurants, alles von einfach bis chic:
- Das Einkaufszentrum Artesana (oder Arta Sedana) bietet eine gute Auswahl zu günstigen Preisen.
- Die Eisdiele Gelato Secrets direkt davor hat leckere Eisbecher.
- Die Ocean Bar hat eine riesige Auswahl an Biersorten, viele davon vom Fass gezapft. Sehr zu empfehlen!
- Klungkung / Kerta Gosa: Wir fahren knapp zwei Stunden nach Klungkung zum Palast und dem Pavillon Kerta Gosa. Der Eintritt kostet 3 Euro, auf einen Führer verzichten wir. Der Garten, der sehenswerte Pavillon und das Museum kann man gemütlich in 45 Minuten besichtigen.
- Pura Besakih: Wir zahlen 10 Euro Eintritt (plus Parkgebühr) für den balinesischen Muttertempel. Dafür bekommt man den obligatorischen Sarong gestellt und einen lokalen Führer. Ein Elektroauto bringt uns nach oben, so dass man sich nicht überanstrengen muss. Es geht vorbei an einer lärmenden Prozession, denn heute ist Feiertag (Vollmond). Die Aussicht hier ist toll und wir haben viel Glück mit unserem Guide, der in gutem Englisch viel interessantes erzählt. Wir können unser Tempo selbst wählen und entgehen größeren Touristengruppen. Lohnenswert!
- Jatiluwih: Bei einem Bierchen genießen wir die Aussicht auf die Reisterrassen und den Vulkan Gunung Agung.
- Wir halten an einem Kaffee-/Tee-/Gewürzladen. Es gibt ohne Kosten eine kurze Führung und man erhält ein Tasting der hier angebotenen Kaffee- und Teesorten. Wir ordern zudem auch eine Tasse des berühmten Luwak-Kaffees (3 Euro, war so besonders nicht). Wir kaufen im Shop auch etwas ein.
- Pura Goa Lawah: Kurze Zeit später ist die Fledermaushöhle erreicht. Für 1,80 Euro Eintritt gibt es den obligatorischen Sarong und eine Schärpe. Das Gelände ist klein, man braucht hier nicht viel Zeit für die Besichtigung. Es ist ein kleiner Tempel und in einer Höhle kann man Unmengen wuseliger Fledermäuse sehen. Gegenüber gibt es noch ein Monument und den dunklen Sandstrand zu sehen.
- Jetzt müssen wir uns nur noch durch die Rush Hour zum Hotel zurück stauen. Nach 75 Minuten Fahrt sind wir 18:45 Uhr zurück.
- Shotgun Social: Sehr modern und schick. Singaraja-Bier, Hace Munich Lager Hell (10Vol % Alkohol), Mojito, Daiquiri, Fish & Chips, Mahi-Mahi (Goldmakrele) sind sehr lecker. Das ist mit 32 Euro für hiesige Verhältnisse teuer, aber Bali ist halt auch ein touristischer Hotspot und das Restaurant eine Augenweide.
- Warung Samping: Einfaches Restaurant schräg gegenüber des Bali Icon. Der Service ist freundlich, das Essen lecker: Man macht hier nichts falsch. Zwei Bintang, Hühnercurry und Grilled Snapper kosten 12,40 Euro.
- Hotelrestaurant Grand Sanur Beach: Kann man machen, das Essen war durchaus lecker und überraschend günstig (Chicken Kung Pao, Seafood Curry, zwei Bier, Eistee, Iced Cappuccino für knapp 17 Euro.
Brauche ich einen Adapter? Nein, es ist kein Adapter erforderlich. Eine Mehrfachsteckdose kann nicht schaden, wenn man mehrere Geräte parallel zu laden hat.
Internet vor Ort? WLAN gibt es grds. an allen Flughäfen und üblicherweise auch in den Hotels. Nicht immer reicht es bis in das eigene Zimmer hinein. eSIMs (Airolo oder ähnlich) sind zu empfehlen. Indonesier haben fast immer ein Handy (häufiger als einen Festnetzanschluss).