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Indonesien - Rundreise - TnT Travel - Unsere Reiseerlebnisse

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Wir waren im September 2024 für drei Wochen auf Rundreise in Indonesien:

Sulawesi: Kultur im Land der Toraja
Flores: Natur und Kultur
Komodo: Bootstour durch die Inselwelt zu den Riesenwaranen, unterwegs Schnorchelmöglichkeiten
Bali: kleine Touren im touristischen Zentrum

Wir haben diese Reise pauschal über Djoser gebucht.

Die Organisation war in Ordnung. Der geplante Reiseablauf wurde allerdings durch vulkanische Aktivitäten gestört (mehr dazu siehe im Reisebericht).

Die Hin- und Rückflüge waren mit Emirates. Das ist eine sehr gute Airline. Das bedeutete natürlich einen Zwischenstopp in Dubai.
Für die lokalen Flüge zwischen den Inseln nutzten wir verschiedene regionale Fluggesellschaften. Das war in Ordnung mit kleineren Problemchen.

Die Reise bietet eine gute Mischung von Kultur und Natur.
Die eingesetzten Busse waren in Ordnung, aber nicht sehr komfortabel.
Durch den Komodo-Nationalpark waren wir drei Tage auf einem Boot unterwegs. Das hat uns positiv überrascht, wir hätten uns das viel einfacher vorgestellt.
Die Hotels waren einfach, aber ordentlich und sauber. Fast immer lagen sie recht zentral.

Zusammengefasst war das eine Reise, die viel Abwechslung bietet. Außer auf Bali findet man keinen Massentourismus. Fast alle Menschen sind unheimlich freundlich und neugierig. Noch nie wurden wir zu so vielen Selfies gebeten.


Zu Fotos und ergänzenden Informationen klickt auf eine der folgenden Kacheln oder blättert auf dieser Seite weiter nach unten.

Wir fliegen gegen 16 Uhr in Frankfurt ab und landen 23:30 Uhr Ortszeit (+2 Stunden Zeitverschiebung) in Dubai.
Dort müssen wir einige Stunden bis zum Anschlussflug überbrücken. Das geht ganz gut, denn alle Geschäfte haben auch um diese Zeit geöffnet und es herrscht reger Betrieb.
Unser für 4:10 Uhr (gääähn!) geplanter Weiterflug verzögert sich um eine Stunde. 16:30 Uhr Ortszeit (weitere +3 Stunden) landen wir in Jakarta. Die Einreiseprozedur ist digitalisiert, aber etwas aufwändig:
  • Visa on Arrival am Schalter beantragen und zahlen (ca. 30 € pro Person)
  • Health Status im Handy online erfassen
  • elektronische Einwanderung per Passautomat durchführen
  • dann erhält man das Visum per Mail
  • elektronische Zollerklärung im Handy online erfassen
  • der hierbei generierte QR-Code wird dann vom Zollbeamten gescannt

Wir tauschen hier bereits relativ viel Geld um, da laut Reiseleiter ein Umtausch auf der weiteren Reise kaum möglich sein wird.

Wir werden per Bus in das nur 7 Kilometer entfernte Flughafenhotel FM7 gebracht. Das soll - abhängig von der Rush Hour - 20 bis 60 Minuten dauern, wir waren in 8 Minuten dort. Das Hotel ist modern, das Zimmer gut, es gibt sogar einen Pool.
Wir treffen uns mit der (elfköpfigen) Reisegruppe im hübschen Hotelrestaurant "The Porte". Zwei Bier (lokale Sorten Anker und Bintang), ein Thai-Gericht und ein scharfes indonesisches Gericht schmecken gut und kosten umgerechnet 21,40 €.

Bereits um 2:15 Uhr in der Nacht geht unser Wecker, denn um 3 Uhr fahren wir los. Wir verschlingen den Inhalt unserer Frühstücksbox (gebratener Reis) während der Fahrt zum Flughafen.
Um 5:05 Uhr geht unser nächster Flug mit der Fluggesellschaft Garuda Indonesia. Im Sonnenaufgang fliegen wir entlang der Küstenlinie von Java und haben einen tollen Blick auf die Vulkanketten, sich sich über den Morgendunst erheben. Nach 2 Stunden Flug (+ 1 weitere Stunde Zeitverschiebung) landen wir in Makassar, der größten Stadt (1,5 Mio. Einwohner) im Süden der Insel Sulawesi.

Wir besteigen zügig unseren Bus und nehmen die 320 km lange Fahrt nach Rantepao in Angriff. Der erste Teil führt am Meer und an Reisterrassen entlang. Um 12 Uhr kehren wir in ein einfaches Restaurant mit Meerblick ein und essen eine Suppe. Durch Straßenbauarbeiten und einen Stau verlieren wir auf der Strecke anderthalb Stunden. Um 17:30 Uhr erreichen wir den Erotic Mountain. Der Ausblick soll an den weiblichen Genitalbereich erinnern (mit viel viel Fantasie). Die Landschaft wird hier schön (bergig, dichter Wald), aber wir sind jetzt spät dran. Es wird dunkel und fängt an zu regnen.

20:20 Uhr erreichen wir Rantepao. Für die nächsten Tage wird das Hotel Indra Toraja unser Lager sein. Zur Begrüßung gibt es leckeres Reisgebäck und Fruchtsaft.
Das Zimmer ist einfach, aber völlig in Ordnung. Es gibt überraschend gutes WLAN. Alle Zimmer gruppieren sich um einen Innenhof. Auch an den Folgetagen werden wir bei der Rückkehr ins Hotel nett mit Kaffee, Keksen, gebackenen Bananen begrüßt. Direkt gegenüber liegt eine Kirche, einen Block weiter ist das Stadtzentrum mit einem Stadtpark und etlichen Restaurants. Diese Unterkunft können wir empfehlen.
Aufgrund der späten Uhrzeit nehmen wir ein schnelles Abendessen im unattraktiven Hotelrestaurant ein und fallen 22 Uhr ins Bett.
Das war ein langer und anstrengender Transfertag! Aber es gibt hierzu keine bessere Alternative.
Rantepao ist DER Ausgangspunkt für Besichtigungen im Toraja-Hochland. Hier geht es vor allem um die Kultur des Volks der Toraja, bekannt für ihren aufwändigen Totenkult.

In den nächsten zwei Tagen besuchen wir mit einem einheimischen Führer (was sehr zu empfehlen ist):
  • Kete' Kesu': In diesem Dorf sind Tongkonan, die Ahnenhäuser der adeligen Toraja, sehr gut erhalten. Einen kurzen Fußweg entfernt sehen wir Felsengräber, die bis zu 500 Jahre als sind. Die Häuser sind sehr gepflegt und das Dorf liegt malerisch an einem Teich. Sehr schön!
  • Lemo: Hier besichtigen wir die hängenden Gräber und die Ahnenfiguren Tau Tau. Entlang der Reisfelder unternehmen wir zudem einen schönen kleinen Spaziergang. Die Felswand mit den Figuren ist eines der bekanntesten Fotomotive der Region. Dazu die Reisterrassen und der grüne Wald bieten einen exotischen Anblick. Ja, das ist etwas touristisch (es gibt etliche Verkaufsstände, aber man wird nicht bedrängt), aber ein Muss!
  • Baby-Gräber: Nach einem kurzen Spaziergang sieht man einen Baum, in dem früher Babys bestattet wurden.
  • Tampang Allo: Nach einem kurzen Fußweg besichtigen wir eine Grabhöhle mit bis zu 600 Jahre alten Gräbern.
  • Londa: Hier besichtigen wir Felsengräber sowie zwei Höhlen mit Gräbern. Auf einem kleinen Rundweg bietet sich ein guter Blick auf den kompletten Felsen. Die höchstrangigen Familien werden ganz oben bestattet.
  • Bori' Parinding: Diese rituelle Begräbnisstätte mit Megalithen (große, aufrecht stehende Steine) hat große spirituelle Bedeutung. Über den Hügel kann man einem kleinen Weg folgen, der zu weiteren Gräbern führt. Mehr als 20 Minuten braucht man hier nicht, es gibt aber schöne Fotomotive.
  • Begräbniszeremonie: Wir sind zu einer Begräbniszeremonie "eingeladen". So etwas organisiert der einheimische Führer auf Wunsch. Dort ist man ausländische Gäste durchaus gewohnt. Nach dem Motto "desto mehr Gäste, desto mehr ehrt dies den Verstorbenen" ist das für die Einheimischen kein Störfaktor. Wir werden mit Kuchen, Gebäck und Tee bewirtet. Der Gastgeber, bei uns ein Enkel der "erst" vor einem Monat Verstorbenen, kommt zu einem Plausch vorbei. Er nimmt die mitgebrachten Geschenke entgegen (organisiert der einheimische Führer, ist praktisch der Ersatz für ein Eintrittsgeld).
    Ein Wort der Warnung: Hier darf man keinen schwachen Magen haben. Überall quiecken Schweine, die - an Bambusstangen gefesselt - abgestochen, mit einem Gasbrenner abgeflammt und dann der Weiterverwertung zugeführt werden. Dann wird auch noch öffentlich ein Wasserbüffel durch Anstechen der Halsschlagader getötet und sofort zerlegt. Viel Blut, schreiende Tiere, das verkraftet nicht jeder gut. Für die Einheimischen ist das normal. Wem das zu viel wird, sollte einfach gehen (das kann man jederzeit) und keinen Aufstand proben.
  • Wenn Markttag ist (jeden 6. Tag), sollte man den großen Markt Pasar Rahyal Baku besuchen. Hunderte Wasserbüffel werden hier verkauft, zudem gibt es von Haushaltswaren über Lebensmittel alles zu kaufen, was Einheimische benötigen. Das Angebot ist nicht an Touristen gerichtet. Hier kann man aber schön durch die Gänge schlendern, mehr Lokalkolorit kann man nicht erwarten.

Restaurants in Rantepao:
  • Café Aras: Liegt an der Hauptstraße, 15 gemütliche Fußminuten vom Hotel entfernt. Ein großes Bintang-Bier, zwei kleine Bintang-Radler, Toraja-Schweinefleisch mit lokalem Gemüse in schwarzer Soße, Hühnercurry für knapp 19 Euro. Empfehlenswert.
  • Café Monika: Liegt direkt um die Ecke vom Hotel. Büffelsteak und Nudeln Mie Goreng Jakarta sind lecker, mit einem Bintang und einem Guinness (gibt es häufig) für 14 Euro auch günstig. Der Service ist aber unterirdisch und die im Innenraum ablaufende Karaoke-Begleitung grenzt an Körperverletzung.

Unterwegs halten wir zum Mittagessen an kleineren Restaurants. Man kann für kleines Geld ein einfaches Gericht bekommen, z. B.: ein Bier, schwarzer Reis, Kürbissuppe für umgerechnet 9 Euro.

Hinweis: Allzu zart besaitet darf man nicht sein. Menschliche Gebeine und Schädel liegen oftmals offen herum, was uns makaber erscheint. Zudem war mancher Clan früher auch als Kopfjäger tätig, so dass die Langhäuser durchaus mit Schädeln verziert sind. Andere Länder, andere Sitten.
Wir verlassen das Toraja-Hochland Richtung Sengkang. Nach 4 Stunden Fahrt nehmen wir bei einer muslimischen Bugi-Familie das Mittagessen ein. Das ist für knapp 12 Euro ein schöner Querschnitt durch die regionale Esskultur: Nudelsuppe, frittierter Fisch, Thunfisch, Jackfruit, gebratener Reis, Kaffee, Tee.

Zwei Stunden später erreichen wir Sengkang und besuchen eine Seidenweberei (unspektakulär, dafür aber auch keine Verkaufsveranstaltung). Im Hotel Eka beziehen wir unser Zimmer. Das ist viel besser als die Bewertungen im Web befürchten ließen. Der Raum ist zwar etwas schmucklos, aber groß, sauber und klimatisiert. Das Hotel verfügt zwar über WLAN, aber das reicht leider nicht bis in unser Zimmer. Der Pool liegt innen im Bereich des Treppenhauses ... witzig. Wir können also nicht klagen. Auch das Frühstück am Folgetag ist recht gut.

15:30 Uhr gehen wir zum 400 Meter entfernten Fluss und verteilen uns auf mehrere Longtail-Boote. Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir erst über den Fluss und dann auf den Tempe-See und besuchen dort eine Hausboot-Sielung der Bugi. Die Bootsfahrt dauert 45 Minuten und ist sehr schön und erfrischend. Auf einem Hausboot werden wir mit Tee, Kaffee und gebackenen Bananen bewirtet. Draußen wird Fisch in der Sonne getrocknet. 17:30 Uhr fahren wir zum Sonnenuntergang zurück und sehen Reiher und Kormorane, die zu ihren Schlafinseln auf dem See zurückkehren.

Wir besuchen zum Abendessen das Time Out Café & Bistro, 300 Meter vom Hotel entfernt. Sprachlich wird das interessant, denn hier ist nichts mit Englisch. Aber da sich beide Seiten anstrengen, klappt das schon. Gebratener Reis mit Ei und Huhn, Ayam Teriyaki mit Reis und kleinen Beilagen sind lecker. Alkoholische Getränke gibt es hier nicht. Mit einer Flasche Wasser kostet der Spaß dann auch nur 6,15 Euro. Andere Gäste möchten gerne Selfies mit uns machen. So ist ein ganz kurzweiliger Abend.
Über anfängliche schlechte Straßen fahren wir Richtung Makassar. 16:15 Uhr erreichen wir Paotere, den alten Hafen von Makassar. Die bunten Schiffe bieten allerhand schöne Fotomotive. Allerdings sind hier viele bettelnde Kinder.

Das Ibis City Hotel ist ein nah an der Uferpromenade gelegenes modernes Stadthotel. Die Lage ist toll, die Zimmer sind sehr modern. Das Frühstücksbufett ist groß, wenngleich die vielen warmen indonesischen Speisen am Morgen nicht so unser Ding sind. Geschmackssache.

Zum Abend hin erwacht an dieser Uferpromenade das Leben: Einfache Imbissbuden mit jeder Menge Sitzplätze öffnen, hübsche Beleuchtung und natürlich eine schöne Aussicht locken die Einheimischen ans Wasser. Hier wird manchmal die Bezeichnung "Beach" verwendet ... das ist kein Strand, sondern ein befestigtes Ufer.

Wir haben aufgrund geänderter Flugdaten den kompletten Folgetag zur freien Verfügung. Wir spazieren entlang der Uferpromenade mit Blick auf die eindrucksvolle 99-Kuppel-Moschee. Erstes Ziel ist das Fort Rotterdam, eine alte niederländische Festung aus der Kolonialzeit. Das kostet keinen Eintritt, man muss sich nur in ein Besucherbuch eintragen. Wir treffen dort einheimische Schulklassen, die uns bestaunen, aber im Wesentlichen ist es hier ruhig. Das ist interessant, kann man weiterempfehlen. Da aber um 10 Uhr morgens bereits 30° C erreicht sind, stehen wir schnell im Saft. Wir schauen uns noch die Makassar Mall an, ein Einkaufszentrum für Bekleidung. Dann nehmen wir eine Motorrad-Rikscha zurück zum Hotel. Kostet 3 Euro und ist auch ein nettes Erlebnis. Später geht es noch in die quirlige Chinatown, zum großen Mandala Monument und zur Zentrumsmoschee. Das sind alles keine Highlight, aber interessant zu sehen allemal.

Restaurants:
Istana Rasa: Nur wenige Fußminuten vom Hotel entfernt. Mehr Personal als Gäste, Englisch geht fast gar nicht. Aber alle sind sehr bemüht. Wir bekommen kühles Bier und das Essen ist lecker. Wasserspinat mit Knoblach, Saté-Spieße, Reis, Thai Eistee, Lemon Eistee und zwei große Bier kosten 12 Euro.
New Dinar Restaurant: Auch nur wenige Fußminuten vom Hotel entfernt. Wir sitzen klimatisiert, man spricht Englisch. Das Essen ist top: gegrillter Fisch in Currysauce, gebratene Nudeln mit Huhn (und unerwartet Shrimps), Reis, zwei große Bintang-Bier und kostenloser Nachtisch (Melone und Papaya) kosten gut 16 Euro. Sehr zu empfehlen!
Frühes Aufstehen, 3:30 Uhr Abfahrt zum Flughafen. Geplant sind nun drei Flüge über Bali und Labuan Bajo (im Westen von Flores) nach Ende (weiter östlich im Süden von Flores). Von Ende aus würden wir per Bus westwärts reisen. Soweit die Planung, die aber leider über den Haufen geworfen wird. Beim Zwischenhalt auf Bali werden wir informiert, dass der Flughafen Ende aufgrund eines Ausbruchs des Vulkans Lewotobi Laki-Laki gesperrt wurde. Wir fliegen also erst mal nur nach Labuan Bajo, so sind wir zumindest schon mal auf der Insel Flores. Wie es weitergeht, muss sich zeigen...am nächsten Tag werden wir den Weiterflug erneut angehen.

Labuan Bajo ist Ausgangspunkt vieler Bootstouren in den Komodo-Nationalpark. Dementsprechend gibt es 15 Fahrminuten von der geschäftigen Kleinstadt einige ordentliche Touristenunterkünfte.

Wir kommen spontan im schönen Hotel Puri Sari Beach unter. Sehr gute Zimmer, Pool, direkte Strandlage. Wir gehen auch gleich ins Meer. Leider schwimmt hier einiges an Plastikmüll. Als Übergangslösung ist das Hotel aber eine tolle Lösung. Das Abendessen im Hotelrestaurant ist gut, für hiesige Verhältnisse aber nicht billig (Fisch mit Wasserspinat und Sambal, Hühnercurry, ein Bier, ein Mojito für knapp 26 Euro). Es spielt sogar ein Alleinunterhalter im Hintergrund.

Nach einem guten Frühstück fahren wir zum Flughafen. Der Flieger fällt wieder aus, jetzt wird es doof. Wir fahren also nach einiger Organisationszeit zurück zur Hotelzone. Diesmal kommen wir im Luwansa Beach Resort unter. Das liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum gestrigen Hotel, hat auch schöne Zimmer und einen schönen Pool.

Der Veranstalter organisiert auf die Schnelle noch eine Halbtagestour für Interessierte, damit wenigstens etwas Programm geboten wird. Das ist auch wirklich nett:
  • Von einem Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick über die Stadt, den Hafen mit seinen unzähligen Booten und das Meer.
  • Weiter geht es auf den farbenfrohen lokalen Markt. In 45 Minuten hat man alles gesehen und ein paar Fotos gemacht, durchaus schön.
  • Dann besichtigen wir Goa Batu Cermin, die Spiegelsteinhöhle. Das kostet 3 Euro Eintritt und nochmal 3 Euro für den (empfehlenswerten) Guide. Nach einem Spaziergang durch einen Trockenwald erreicht man felsige Hügel, in denen eine Höhle liegt. Man sieht an den Wänden Fossilien und Fledermäuse (dank Guide).
  • Weiter geht die Fahrt entlang der Küste bis zu einem Bootspier. Eines der Boote fährt uns 15 Minuten zur Kalksteinhöhle Goa Rangko, in deren kristallklarem Wasser man schwimmen kann. Die Höhle hat eine unterirdische Verbindung zum Meer. Der Abgang zur Höhle ist etwas rutschig, aber gut zu bewältigen. Allerdings sind hier Badeschuhe oder ähnliches zu empfehlen, da die Felsen scharfe Kanten haben und rutschig sein können. Das ist ein sehr schönes Erlebnis.
In Summe ist das für einen kurzfristigen Lückenfüller gut organisiert und ein schön gefüllter Tag. Das Abendessen im Hotelrestaurant dauert relativ lang, aber man hat ja sonst nichts vor. Chicken Kung Pao, Mie Goreng Komodo und drei Bier kosten 31 Euro.

Beide Hotels kann man empfehlen. Das Standardzimmer und der Pool sind im Luwansa Beach Resort vielleicht etwas netter, Superior Zimmer und Verpflegung sind im Puri Sari Beach besser. Aber beides auf hohem Niveau, ruhig und komfortabel.

Am nächsten Tag ist immer noch kein Weiterflug möglich. Die Reise muss umgeplant werden. Wir werden um 14 Uhr mit einem Bus abgeholt und treten die Reise gen Osten auf der Straße an. So verlieren wir einen zweiten Tag. Das bedeutet dann auch, dass wir nur bis Banjawa kommen werden und weiter östlich gelegene Etappenziele ersatzlos entfallen. Für den Vulkanausbruch kann keiner etwas, aber zwei Highlights, auf die wir uns sehr gefreut hatten, werden wir nicht zu Gesicht bekommen: Den Vulkan Kelimutu mit seinen drei Kraterseen, die regelmäßig die Farbe wechseln, und den Siebzehn-Inseln-Nationalpark im Norden von Flores. Sehr ärgerlich!
Wir fahren 13:45 Uhr ab. Über Serpentinen geht es in die Berge. Das Wetter wird schlechter und es nieselt. Ein Verkehrsstau und eine Baustelle bremsen uns weiter aus. Wir kommen erst im Dunkeln in Ruteng an, besuchen noch schnell gemeinsam ein Restaurant und fahren zu unserer Unterkunft im Kloster Kongregasi Santa Maria Berdukacita. Die Zimmer sind sehr unterschiedlich (von winzig bis großzügig), aber für eine Zwischenübernachtung völlig ausreichend. Das Frühstück ist einfach, aber es gibt frisch zubereitete Eier.

Am nächsten Tag geht es früh weiter. Die Strecke führt bei strahlendem Sonnenschein durch eine schöne Berglandschaft. Dann geht es wieder bergab bis zum Meer. Wir halten an einem Strand, den man gegen eine kleine Gebühr (30 Cent) betreten kann. Ein kleiner Strandspaziergang und der Blick auf den nahen Vulkan Inerie sind eine willkommene Pausenunterhaltung.

In Ndora City, einer Kleinstadt, halten wir an der Bäckerei Bougenvile. Ein Spaziergang durch den Ort ist unspektakulär, aber nett. 14 Uhr halten wir an einer Arrak-Brennerei. Mit einfachsten Mitteln wird hier der Palmschnaps gebrannt. Den verkosten wir natürlich: Überraschend mild, wird als Wegzehrung mitgenommen (600 ml 1,80 Euro).

16 Uhr erreichen wir Bajawa, wo wir zwei Nächte übernachten werden. Das Hotel Edelweis hatte im Web keine guten Bewertungen, aber wieder einmal zeigt sich, dass nur der eigene Eindruck zählt. Sehr zentral gelegen, schräg gegenüber ist eine flotte Wäscherei. Die Zimmer sind völlig in Ordnung. Es gibt genug Auswahl ordentlicher Restaurants im direkten Umfeld. Nachteil: In der ersten Nacht findet in einem dieser Restaurants eine Hochzeitsfeier statt, also bis spät in die Nacht laute Geräuschkulisse. Man kann nicht alles haben.

Auf einem kleinen Stadtrundgang sehen wir die Markthalle (sollte man früher am Tag besuchen, sonst ist nichts los) und die Moschee.

Am Folgetag machen wir mit einem einheimischen Guide (wieder sehr zu empfehlen) eine Wanderung zu typischen Siedlungen des hier ansässigen Ngada-Volksstamms. 8:30 Uhr fahren wir mit dem Bus 45 Minuten entlang der tropischen Wälder. Unterwegs machen wir einen kurzen Fotostopp mit Blick auf den Vulkan Inerie. Vom Startpunkt der Wanderung erreichen wir bereits nach wenigen Minuten Luba. Das bietet schöne Fotomotive und es wird viel erklärt (sogar etwas zu viel). Wir schauen kurz die hiesige Schule an und spazieren weiter nach Bena. Überall wird gewebt. Man trocknet Candlenut, Nelken, Muskatnuss und verkauft Vanille. Man ist hier auf Touristen eingerichtet. Kleine typische Mitbringsel werden angeboten, aber sehr passiv und zurückhaltend, so dass man im eigenen Tempo (wenn man das bei einer Reisegruppe so nennen kann) durchschlendern kann. Es folgt ein schöner Aussichtspunkt auf das Dorf und die umgebende grüne Berglandschaft. Dann beginnt der lange Abstieg über Stock und Stein zum nächsten Dorf Tololela. Das zieht sich ganz schön und ist schweißtreibend. 13 Uhr kommen wir an und machen eine kurze Pause. Dann folgt der lange und stufenreiche Abstieg nach Gurusina, wo uns der Bus wieder einsammelt. Das geht in die Knie! 14:30 Uhr endet die Tour.
Zusammenfassung: Die Dörfchen ähneln sich natürlich und sind teilweise wie Freilichtmuseen. Aber das ist kulturell eine ganz andere Welt und die Landschaft toll. Auch wenn die Wanderung etwas anstrengend ist, lohnt sich diese schöne Tour.

Restaurants in Bajawa:
  • Lucas: Ist direkt neben dem Hotel. Liegt im Obergeschoss. Uriger Raum, das Bier ist kühl, das Essen schmeckt und das Preis-/Leistungsverhältnis passt auch (Nasi Goreng Spezial, Gemüse mit Huhn, drei Bier für 13,60 Euro). Jederzeit wieder.
  • Dito's: Kleines Lokal gegenüber vom Hotel mit Wohnzimmercharakter. Gutes Essen mit schmackigen Saucen: Gado-Gado, Green Vegetable Chicken (ohne grünes Gemüse), zwei Bier für 12 Euro. Auch das ist eine Empfehlung!

Am nächsten Morgen treten wir die Rückreise an. Fast anderthalb Stunden warten wir auf den Bus, dann der Fahrer steht an der Tankstelle in einer sehr langen Schlange. Die Treibstoffversorgung der Tankstellen ist nicht so toll, lange Schlangen davor haben wir auf der Rückfahrt mehrfach gesehen. Wir fahren nun die gleiche Strecke zurück, wie wir auch gekommen sind. Es gäbe auch keine Alternativen. Also Halt in Ndora City, Mittagspause in der Bäckerei, dann Fahrt nach Ruteng und ab ins Kloster, wo aber nicht wirklich jemand mit uns gerechnet hat.

Deutlich später als angepeilt (15 Uhr) fahren wir endlich zur Wanderung in den Reisterrassen. Unser Guide führt uns entlang einfacher Pfade an den Reisterrassen entlang bergab, aber in einem Tempo, als ob es kein Morgen gäbe. Die Sonne lacht und hier bieten sich tolle grüne Panoramen. Auf den erwarteten Kontakt mit der Landbevölkerung warten wir vergebens, die Tour ist nach 90 Minuten statt den angekündigten 3 Stunden beendet. Aber schön ist es dennoch. Der Rückweg führt durch ein kleines Dörfchen, vorbei an einer Schule und spielenden Kindern, so dass wir doch noch etwas Lokalkolorit mitbekommen.

Zum Lokal Kopi Mane Inspiration sind es zu Fuß 20 Minuten (wenn man auf Anhieb die richtige Straße findet, was uns nicht gelungen ist). Das Essen ist einfach, aber gut und preiswert: Chicken Fried Rice, Gado-Gado, zwei große Bier für 9,50 Euro.

Am nächsten Tag fahren wir weiter Richtung Labuan Bajo. Nach 50 Minuten erreichen wir Cancar. Von einem Hügel haben wir einen schönen Ausblick auf die spinnennetzförmigen Lingko-Reisfelder (Lingko Spider Web Rice Fields) des Manggarai-Stamms, ein tolles Panorama! 14:30 Uhr sind wir dann erneut im Puri Sari Beach Hotel in Labuan Bajo. Gutes Abendessen (Seafood Curry, Chicken Curry), zwei Cocktails, zwei große Bier kosten 31,40 Euro.
Wir packen die Koffer um, denn für die nun kommende Bootstour wird nur kleines Handgepäck erwartet. Das Hauptgepäck bleibt im Hotel. 9 Uhr sind wir am geschäftigen Hafen von Labuan Bajo, wo wir unseren lokalen Führer treffen. Mit einem Dingi wird erst unser Gepäck und dann in zwei Touren die Reisegruppe auf die "Al Madira" übergesetzt. Bei einem Willkommensgetränk werden die Kajüten zugelost, damit sich keiner benachteiligt fühlt (was natürlich dennoch der Fall ist). Unsere kleine Kajüte liegt ganz oben direkt hinter der Brücke. Das Doppelbett ist ordentlich, jeder hat ein Handtuch, es gibt ein eigenes WC mit Duschmöglichkeit, komischerweise aber ohne Waschbecken. Wir haben Fenster, die geöffnet werden können und sogar Air Condition. Obwohl das etwas spartanisch und beengt ist, hatten wir viel weniger Komfort erwartet. Wasser, Kaffee und Tee ist kostenlos (es gibt Becher und Flaschen), das Essen inkludiert. Wer Bier oder ähnliches braucht, muss das vorher einkaufen und kann es in der Kombüse einlagern. Haben wir aber nicht gemacht.

Wir tuckern los und mit dem Fahrtwind wird es sehr angenehm. Das ist nicht rasant und dank des sehr ruhigen Meeres auch ohne viel auf und ab, aber man kommt doch zügig vorwärts. Nach 45 Minuten erreichen wir eine kleine Insel mit Strand und ordentlichen Schnorchelmöglichkeiten. Dort bleiben wir eine Stunde. Als wir zurückkehren, ist das Mittagessen aufgetischt: Reis, Auberginen, verschiedene Fischsorten, Obst.

Die nächste Insel erreichen wir 14:15 Uhr. Das ist nicht gut: Der Zugang ins Wasser ist schwierig, die Korallen sind tot, viel Müll, jede Menge Strandbuchten. Den Aussichtspunkt dürfen wir - warum auch immer - nicht erklimmen. Nach einer knappen Stunde sind wir zurück auf dem Schiff zum Kaffee mit in Teig gebackenen Bananen. Lecker!

Einige Zeit später fahren wir, wie hundert andere Boote auch, zum Sonnenuntergang in die Flugroute der Flughunde, die von ihren Schlafplätzen auf einer Insel zur Futtersuche Richtung Flores aufbrechen. Das ist ein schönes Erlebnis.

18:40 Uhr gibt es Abendessen: Reis, Tempeh, Tofu, eine Riesenschale Krebse, Shrimps, Wasserspinat, als Nachtisch Papaya. Lecker und reichhaltig. Wir ankern in der Nähe von Rinca. Das Meer ist ruhig, der Mond hat ein Halo, dazu trinken wir Arrak ... das ist idyllisch. Um 21 Uhr sind dann plötzlich fast alle weg. Man geht früh in die Kajüte (auch wenn fast jeder darüber meckert). Wir starten noch eine Testreihe bezüglich der Klimaanlage (Ergebnis: ausmachen, sonst zu kalt) und schlafen gut, auch wenn der auf dem Dach direkt über uns ackernde Generator für ordentliche Geräuschlage sorgt.

Am nächsten Morgen bringt uns das Dingi früh um 6:45 Uhr zum Pier der Insel Rinca (für die Hungrigen gibt es auf die Schnelle ein Toastbrot mit Marmelade oder Erdnussbutter). Der Eintritt in den Nationalpark kostet 12 Euro pro Person. Begleitet von 2 Rangern gehen wir auf den 2,5 Kilometer = 90 Minuten langen Rundweg (davon gibt es drei verschiedene, das ist der mit der mittleren Dauer). Schnell ist der erste Komodowaran entdeckt. Auch Mähnenhirsche, Wildschweine und Javaneraffen (eine Makakenart) sehen wir. Ein Hügel bietet eine schöne Aussicht. Am Ende besuchen wir noch das kleine Museum der Nationalparkverwaltung, bevor wir zum Bootsanleger zurückkehren. Wir werden mit einem deftigen Frühstück empfangen: Fried Rice, leckere Nuggets, gebratenes Ei, dazu Obst. Gut und reichlich.

Während wir noch futtern, beginnt bereits die Überfahrt zur Nachbarinsel Komodo. Unsere Guides sind überraschend zu der Erkenntnis gelangt, dass die Ranger auf Komodo bereits um 16 Uhr Feierabend machen und wir daher zügig dorthin müssen. Na egal, wir erreichen also Komodo in der größten Mittagshitze. Wir haben im Prinzip das gleiche Programm wie zuvor auf Rinca, nur mit deutlich mehr Menschen auf der Insel. Wir durchqueren einen Trockenwald, es gibt einen Aussichtspunkt und zurück am Strand stehen Stände mit Erfrischungsmöglichkeiten und ein Markt mit allerlei Mitbringsel (Waran auf T-Shirt, Waran aus Holz usw.). Uns schreckt der Trubel und die ständige Kaufanimation eher ab. Dann gibt es noch Aufregung, weil ein großer Waran auf Wanderschaft ist und jeder das beste Foto schießen will.

13:15 Uhr sind wir zurück auf unserem Boot, wo das Mittagessen bereit steht. Drei tolle gegrillte Fische, Ei, Auberginen, Hähnchenteile, Gemüse, Reis, als Nachtisch Bananen und Schlangenfrucht (ähnelt im Geschmack Ananas).

Am Nachmittag besuchen wir einen der Pink Beaches zum Sonnenbaden und/oder Schnorcheln und fahren dann zu unserm Ankerplatz nahe dem Manta Point. Das Abendessen ist erneut sehr gut mit Fisch, Tofu, Tempeh, Calamari.

Am nächsten Morgen gibt es 7:30 Uhr Frühstück, dann fahren wir an den Manta Point. Nur wenige aus unserer Reisegruppen trauen sich das Schnorcheln im offenen Meer zu. Wir steigen in das Dingi und dieses bleibt immer in unserer Nähe, so dass man die Strömung nicht fürchten muss. Leider sehen wir außer einen Weißspitzenriffhai nichts, die Mantas nehmen heute frei. Ist halt Natur!

Wir fahren weiter und erreichen nach einer Stunde einen weiteren Strand mit recht guten Schnorchelmöglichkeiten, den wir auch mal nur für uns haben. Es gibt noch einen weiteren Stopp mit der Option zum Schnorcheln, hier aber wieder mit großem Besucherandrang und entsprechend viel Müll.

Von hier sind es nur noch 20 Minuten bis Labuan Bajo, also muss hurtig gepackt werden. Um 14 Uhr sind wir im Hafen, wo uns der Bus bereits erwartet und erneut in das Puri Sari Beach Hotel bringt.

Zusammenfassend:
  • Die zweitägige Bootstour und das Boot "Al Madira" hat uns sehr gut gefallen. Das war abwechslungsreich und - verglichen mit unseren Erwartungen - gar nicht so spartanisch. Dazu war das Essen klasse. Und wir mögen halt einfach auch das Meer.
  • Rinca und vor allem Komodo sind schon sehr touristisch. Man ist nirgendwo allein, um jeden Waran scharen sich Menschen und versuchen aus allen Winkeln Selfies mit Echse zu schießen. Das hatten wir irgendwie anders erwartet. In Summe ist es aber dennoch schön. Wenn man nur Zeit für eine Insel hat, würden wir Rinca empfehlen.
Wir verlassen das schöne Hotel und fahren zum Flughafen. Dort gibt es gerade technische Probleme. Die Bordkarten werden daher jedem per Mail zugeschickt. Das nutzt aber nichts, da das WLAN im Flughafen ebenfalls ausgefallen ist. Also macht jeder ein Foto vom Handydisplay der Schalterdame. Das braucht natürlich seine Zeit und wir brauchen Lösungen für Mitreisenden ohne Handy.

Wir bummeln und shoppen noch etwas im schnuckeligen Flughafen von Labuan Bajo. Unser Airbus A320 der Fluggesellschaft Batik Air hebt pünktlich ab und 75 Minuten später landen wir auf Bali. Der Transfer zum Hotel Grand Palace Sanur dauert 40 Minuten. Das Hotel ist groß und optisch eindrucksvoll. Die Zimmer sind modern und gut, es gibt einen großen Pool (allerdings von allen Seiten von Hotelzimmern umgeben und der Fußweg mit Kunstrasen ausgelegt). Das Hotel liegt jedoch weit vom Strand und der belebteren Einkaufs-/Ausgehstraße entfernt. Entlang der Jl. Danau Tamblingan sind viele Geschäfte, Bars, Restaurants. Hier hat man die Qual der Wahl. Wir entscheiden uns für leckeres Eis.

Zu Sanur:
  • Den Strand finden wir hier ziemlich hässlich, der lädt uns nicht zum Besuch ein.
  • Icon Bali: Die moderne große Shopping Mall ist voll auf Touristen ausgerichtet, aber interessant.
  • Sindhu Beach Market: Nördlich des Icon Bali befindet sich eine Ansammlung kleiner typischer Touri-Verkaufsstände. Dahinter gibt es abends einen Nachtmarkt, der einen kurzen Besuch durchaus lohnt.
  • Entlang der Jl. Danau Tamblingan sind viele Geschäfte, Bars, Restaurants, alles von einfach bis chic:
    • Das Einkaufszentrum Artesana (oder Arta Sedana) bietet eine gute Auswahl zu günstigen Preisen.
    • Die Eisdiele Gelato Secrets direkt davor hat leckere Eisbecher.
    • Die Ocean Bar hat eine riesige Auswahl an Biersorten, viele davon vom Fass gezapft. Sehr zu empfehlen!

Für den nächsten Tag haben wir über das Hotel eine Privattour für drei Personen für 30 € pro Person gebucht. Um 8 Uhr geht die Fahrt im geräumigen und klimatisierten Auto los:
  • Klungkung / Kerta Gosa: Wir fahren knapp zwei Stunden nach Klungkung zum Palast und dem Pavillon Kerta Gosa. Der Eintritt kostet 3 Euro, auf einen Führer verzichten wir. Der Garten, der sehenswerte Pavillon und das Museum kann man gemütlich in 45 Minuten besichtigen.
  • Pura Besakih: Wir zahlen 10 Euro Eintritt (plus Parkgebühr) für den balinesischen Muttertempel. Dafür bekommt man den obligatorischen Sarong gestellt und einen lokalen Führer. Ein Elektroauto bringt uns nach oben, so dass man sich nicht überanstrengen muss. Es geht vorbei an einer lärmenden Prozession, denn heute ist Feiertag (Vollmond). Die Aussicht hier ist toll und wir haben viel Glück mit unserem Guide, der in gutem Englisch viel interessantes erzählt. Wir können unser Tempo selbst wählen und entgehen größeren Touristengruppen. Lohnenswert!
  • Jatiluwih: Bei einem Bierchen genießen wir die Aussicht auf die Reisterrassen  und den Vulkan Gunung Agung.
  • Wir halten an einem Kaffee-/Tee-/Gewürzladen. Es gibt ohne Kosten eine kurze Führung und man erhält ein Tasting der hier angebotenen Kaffee- und Teesorten. Wir ordern zudem auch eine Tasse des berühmten Luwak-Kaffees (3 Euro, war so besonders nicht). Wir kaufen im Shop auch etwas ein.
  • Pura Goa Lawah: Kurze Zeit später ist die Fledermaushöhle erreicht. Für 1,80 Euro Eintritt gibt es den obligatorischen Sarong und eine Schärpe. Das Gelände ist klein, man braucht hier nicht viel Zeit für die Besichtigung. Es ist ein kleiner Tempel und in einer Höhle kann man Unmengen wuseliger Fledermäuse sehen. Gegenüber gibt es noch ein Monument und den dunklen Sandstrand zu sehen.
  • Jetzt müssen wir uns nur noch durch die Rush Hour zum Hotel zurück stauen. Nach 75 Minuten Fahrt sind wir 18:45 Uhr zurück.

Zusammenfassung: Das ist ein gut gefüllter Tag. Eine individuelle Tour macht mehr Spaß als in einer größeren Gruppe unterwegs zu sein. Das hat aber auch seinen Preis. 90 Euro für die Tour an sich zuzüglich Eintrittsgelder und überall noch ein Trinkgeld. Die Goa Lawah muss man nicht unbedingt gesehen haben, aber Besakih und die Kerta Gosa sind echte Highlights. Der Fahrer war verlässlich, sehr nett und hat viel erzählt. Etwas genervt hat uns schon sein Versuch, mehrere Verkaufsveranstaltungen einzubauen (Batik-Veranstaltung, Mittagessen, Gewürzshop). Wenn man konsequent nein gesagt hat, hat er das aber akzeptiert.  

Restaurants in Sanur:
  • Shotgun Social: Sehr modern und schick. Singaraja-Bier, Hace Munich Lager Hell (10Vol % Alkohol), Mojito, Daiquiri, Fish & Chips, Mahi-Mahi (Goldmakrele) sind sehr lecker. Das ist mit 32 Euro für hiesige Verhältnisse teuer, aber Bali ist halt auch ein touristischer Hotspot und das Restaurant eine Augenweide.
  • Warung Samping: Einfaches Restaurant schräg gegenüber des Bali Icon. Der Service ist freundlich, das Essen lecker: Man macht hier nichts falsch. Zwei Bintang, Hühnercurry und Grilled Snapper kosten 12,40 Euro.
  • Hotelrestaurant Grand Sanur Beach: Kann man machen, das Essen war durchaus lecker und überraschend günstig (Chicken Kung Pao, Seafood Curry, zwei Bier, Eistee, Iced Cappuccino für knapp 17 Euro.
Kosten
Das Preisniveau ist generell deutlich niedriger als bei uns. Hier kann man im Großen und Ganzen noch günstig Urlaub machen. Wasser und Speisen sind auf Sulawesi und Flores extrem günstig. Das Bier ist dagegen vergleichsweise teuer (kostet so viel wie ein Hauptgericht). Auf Bali sind die Preise deutlich höher, hier merkt man den Einfluss der kaufkräftigen Touristen. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, insgesamt immer noch günstig.
Zum Zeitpunkt unserer Reise war der Umtauschkurs 16.900 Rupiah für 1 Euro. An den Flughäfen gibt es Wechselstuben mit fairen Preisen. Da der größte Schein der Landeswährung 100.000 Rupiah ist, kommt ein schönes Päckchen zusammen. Die Rückgabe von Wechselgeld/Kleingeld ist nicht  immer möglich. Man muss sich einfach daran gewöhnen, dass 100 Rupiah weniger als ein Cent wert sind. Man kann Rupiah auf dem Flughafen Bali vor der Rückreise in Euro zurücktauschen. Natürlich ist der Kurs deutlich schlechter, aber es geht immerhin.
Wir haben in den drei Wochen zu zweit ca. 900 Euro ausgegeben (Essen, Trinken, Eintrittsgelder, Trinkgelder).
Trinkgeld wird gern genommen, aber nicht ungebührlich eingefordert.

Reisezeit
September war eine sehr gute Reisezeit. Es ist tropisch heiß und gibt auch immer mal einen Regenschauer, aber meist ist das Wetter schön.

Essen und Trinken
Typische Gerichte sind gebratener Reis oder gebratene Nudeln, mit oder ohne Fleisch / Seafood und oft mit einem Ei darüber. Nicht immer werden Huhn oder Shrimps bei der Beschreibung der Gerichte genannt. So findet man in Huhn mit Gemüse durchaus auch mal eine erkleckliche Anzahl Garnelen. Wer damit ein Problem hat, sollte es vorher klarstellen.
Cap Cay ist gemischtes Gemüse, für das es kein festes Rezept gibt, es schmeckt also überall anders.
Es gibt Currygerichte und oft frischen Fisch.
Uns hat alles geschmeckt, aber manchmal war der Geschmack etwas langweilig. Verglichen mit anderen asiatischen Ländern wie Thailand oder Vietnam wird nicht so stark gewürzt, kommen nicht so viele Kräuter zum Einsatz, ist es nicht so scharf.
Wer es schärfer mag, bestellt Sambal dazu. Mal sind das einfach gehackte Chilis, mal eine Chilipaste. Ist immer eine Überraschung.
Man kann ein Hauptgericht für wenige Euro bekommen.
Wasser in Plastikflaschen gibt es überall für sehr kleines Geld.
Auch Fruchtsäfte sind in großer Bandbreite im Angebot.
Das lokale Bier ist gut. Sehr verbreitet ist die Marke Bintang, gefolgt von Anker. Beides nach Pilsener Art gebraut und lecker. Die Sorten Prost und Singaraja kann man gut trinken, waren für uns aber subjektiv nicht so gut. Oft gibt es auch Guinness aus Flaschen. Bier ist verhältnismäßig teuer für das lokale Preisgefüge.
An touristischen Orten werden auch Cocktails angeboten. Auf dem Land ist das unüblich, erwartet also besser nichts.
Indonesien ist ein muslimisches Land. Daher gibt es an manchen Orten keinen Alkohol (auch nicht in den Restaurants). Auf unserer Tour kam das zwei Mal vor. Ist halt so!

Unterkünfte
In den Städten (Jakarta, Makassar) und den Touristenzentren (Labuan Bajo, Bali) sind die Hotels sehr modern.
Die restlichen Hotels auf Sulawesi und Flores sind teilweise sehr einfach, waren aber insgesamt besser als erwartet. Die Zimmer waren sauber, die Sanitäranlagen funktioniert, es gab meist Klimaanlage und WLAN.
Ein Tipp: Schaut nicht zu viel vorher in Hotelbewertungen. Das klingt manchmal dramatisch schlechter, als es ist. Vergesst nicht: Ein schwach bewertetes Hotel kann immer noch das Beste vor Ort sein und man reist hier außerhalb des Massentourismus.
Unser Veranstalter hatte ordentliche Hotels gewählt, die oft auch eine zentrale Lage hatten. Keines davon war ein No-Go.
Auf dem Bootstrip muss man auf Komfort verzichten. Die Kajüten sind sehr einfach und beengt. Aber ganz ehrlich: Man geht auch nur zum Schlafen hinein.

Transfer
Es waren einige Flüge mit unterschiedlichen lokalen Fluggesellschaften zu absolvieren. Das funktionierte recht gut und es waren stets moderne Passagierjets.
Die Busse waren in Ordnung, aber auch nicht mehr. Es gab mehr Sitzplätze als Passagiere, aber die Sitze waren oft eng und/oder ausgeleiert. Zudem mussten wir oft einen Teil des Gepäcks in den Fahrgastraum mitnehmen, da der Kofferraum nicht groß genug war.
Auf dem Boot sind die persönlichen Platzverhältnisse eingeschränkt und man soll nur Handgepäck mitnehmen.

Sauberkeit/Hygiene
In den Restaurants (auch einfachen auf dem Land) kann man bedenkenlos essen.
Wasser aus der Leitung ist nicht zum Trinken geeignet.
Toiletten gibt es von wunderbar bis "wenn es denn unbedingt sein muss". Aber immerhin gibt es welche.
Indonesien hat - wie viele andere Entwicklungsländer - ein Plastikmüllproblem. Die Einheimischen werfen Plastikverpackungen und -flaschen üblicherweise einfach dort weg, wo sie gerade stehen ... und leider nicht in Müllbehälter. Überall liegt also Plastikmüll herum. Am Strand wird das oft zusammengerecht und aufgesammelt, aber auch im Wasser trifft mal leider oft Plastik an (desto mehr Menschen, desto mehr Plastik).

Schnorcheln
Ging im Komodo-Nationalpark gut. Die Hälfte der Schnorchelstopps war ordentlich, die andere Hälfte zum Vergessen (zu trüb, zu viel Müll).

Sonstiges

Brauche ich einen Adapter? Nein, es ist kein Adapter erforderlich. Eine Mehrfachsteckdose kann nicht schaden, wenn man mehrere Geräte parallel zu laden hat.

Internet vor Ort? WLAN gibt es grds. an allen Flughäfen und üblicherweise auch in den Hotels. Nicht immer reicht es bis in das eigene Zimmer hinein. eSIMs (Airolo oder ähnlich) sind zu empfehlen. Indonesier haben fast immer ein Handy (häufiger als einen Festnetzanschluss).


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