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Südafrika - Safari pur - TnT Travel - Unsere Reiseerlebnisse

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Wir waren im Juni 2025 für 7 Tage in der Vuyani River Lodge. Diese liegt in privaten Big-Five-Reservat "Blue Canyon Conservancy" in der Nähe des Ortes Hoedspruit. Der Urlaub stand ganz im Zeichen von Safari.

Wir haben diese Reise pauschal über Secret Escapes gebucht.

Die Organisation hat wunderbar geklappt, das würden wir wieder machen.

Die Flüge waren mit Lufthansa nonstop von Frankfurt nach Johannesburg. Schneller und einfacher geht es nicht.
Der Transfer zwischen Flughafen und der Vuyani River Lodge dauert 5-6 Stunden, war inkludiert und sehr komfortabel (Privattransfer im SUV bzw. Minibus).

Wir haben schon viel in Afrika gesehen, waren aber immer 3 Wochen und auf Rundreisen unterwegs. Das war toll, aber man verbringt schon viel Zeit mit den Transfers durch das Land in unkomfortablen Landrovern.
Wir wollten diesmal etwas anderes versuchen und sind für eine Woche in eine Safari-Lodge gefahren. So kann mal viel Zeit mit Tierbeobachtungen verbringen, ohne viel Zeit mit Transfers zu verlieren.
Kurz zusammengefasst: Das war ein tolles Erlebnis und ist unbedingt zu empfehlen. Wir haben sehr viel von der Tierwelt gesehen und dabei keinerlei Stress auf uns nehmen müssen.
Perfekt und jederzeit wieder!


Zu Fotos und ergänzenden Informationen klickt auf eine der folgenden Kacheln oder blättert auf dieser Seite weiter nach unten.

An- und Abreise sind schon etwas anstrengend. Ca. 11 Stunden Flug, dann noch 5-6 Stunden Autotransfer. Aber es verläuft immerhin so komfortabel wie möglich. Hier der Ablauf im Detail:

Sechs Wochen vor Reisebeginn schickt die Lodge ein Mail mit Informationen bzw. Fragen:
  • Abgleich der Reisedaten
  • Packliste
  • Buchung Aktivitäten vor Ort
  • Hinweise zu Trinkgeldern
  • Hinweis zum erforderlichen Stromadapter
  • Hat man besondere Bedürfnisse, z. B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

Dabei wurden wir nach Kontaktdaten zur Weitergabe an den Fahrer gefragt (wir haben uns für WhatsApp entschieden).

Am Tag vor der Abreise erhielten wir per Mail Name und WhatsApp-Daten unseres Fahrers.
Kurz darauf meldete sich der Fahrer per WhatsApp und beschrieb genau, wo am Flughafen wir uns treffen.
Wir haben uns beim Boarding dann nochmal gemeldet und die voraussichtlich pünktliche Ankunft avisiert. Nach der Landung schrieben wir erneut, dass wir auf die Koffer warten und uns bald sehen würden. Der Fahrer hat jedes Mal umgehend geantwortet und war schon am vereinbarten Treffpunkt.

Nach der Begrüßung waren es 5 Minuten Fußweg zum Flughafen-Parkhaus, Koffer ab in das Auto und los geht es. Das funktionierte super und war maximal entspannend.

Da es sich immer um einen Privat-Transfer handelt, kann man Pausen nach eigenem Bedarf einlegen. Unser Fahrer war sehr informativ und erklärte unterwegs viel über Land und Leute (in englisch). Das ist aber Personen-abhängig, andere Reisende hatten andere Erfahrungen.
Die ersten vier Stunden sind eher langweilige Autobahnfahrt. Unterbrochen wird dies durch einen Standardhalt am Alzu Petroport nahe der Stadt Middelburg. Die Raststelle ist wie eine kleine Shopping-Mall aufgebaut. Es gibt ein (sehr schickes) Kaufhaus, Imbiss- und Getränkeläden und natürlich Toiletten.
Der Clou ist: Auf der Rückseite des Rastplatzes gibt es ein Tierreservat. So kann man von der Terrasse aus bequem Nashörner, Büffel, Zebras, Strauße, Eland-, Oryx- und Leierantilopen sehen, die sich aufgrund der gerade stattfindenden Fütterung zahlreich am Wasserloch versammelt hatten.
Dann verändert sich die Landschaft. Aus Autobahn wird Landstraße, die Straßenqualität ist aber unverändert gut. Erst wird es hügelig, dann durchqueren wir die Waterberg Mountains und passieren die Kleinen Drakensberge. Das ist landschaftlich abwechslungsreicher und es gibt viel Landwirtschaft (Zitrusplantagen). Nach insgesamt 5 Stunden 15 Minuten (450 km) erreichen wir Hoedspruit. Von hier aus sind es nur noch 15-20 Minuten Fahrtzeit bis zur Lodge.
Die Vuyani River Lodge liegt im Private Game Reserve Blue Canyon nahe der Kleinstadt Hoedspruit.
Die Anlage besteht aus mehreren weitläufig verteilten Gebäuden, die über einen Steg miteinander verbunden sind. man läuft also immer ca. 1,5 m über dem Boden.
Die Lodge ist nicht umzäunt, so dass Wildtiere angetroffen werden können. Wir haben verschiedene Antilopenarten (Steinböckchen, Impala, Nyala) sowie Grüne Meerkatzen (Affen) angetroffen. An der Rezeption zeigte sich auch kurzzeitig ein Elefant.
Außerhalb der Lodge kann man sich aufgrund der frei laufenden Tiere nicht bewegen. Personen mit großem Bewegungsdrang oder Jogger werden hier nicht glücklich.

Man kommt in der (offenen) Rezeption an. Hier gibt es einen kleinen Curio-Shop mit Bekleidung (falls man die Temperaturen überschätzt hat), Kunsthandwerk und Dingen des täglichen Bedarfs zu nicht übertriebenen Preisen.

Dann folgen 8 durchnummerierte Hütten für maximal 18 Gäste, jeweils mit ordentlichem Abstand zueinander. Zwischen Zelt 5 und 6 kreuzt sich der Steg. Rechter Hand liegen dann die Küche und der afrikatypische offene Grillplatz, genannt Boma.

Nach links geht es zum Essensbereich (Dining Area), gleichzeitig Bar und Aufenthaltsraum.
Dahinter liegt der kleine Pool (in unserer Reisezeit seeehr kalt) mit Ausblick auf einen ausgetrockneten Flusslauf.

Rezeption und Dining Area verfügen über eigenes WLAN und Toiletten.

Die Zimmer sind auf Stelzen gebaut, mit Zeltplane ausgeschlagen und dünnen Wänden versehen. Das große Doppelbett ist mit einem anständigen Moskitonetz ausgestattet. Es gibt genügend Stauraum: Einen Schrank mit verschiedenen Staufächern, Kleiderbügeln, Safe, einen Schreibtisch mit Schubladen, auf jeder Bettseite einen Betttisch mit Schublade, eine Truhe am Bettende. Die weitere Ausstattung der Zimmer umfasst eine leise Klimaanlage (fungiert auch als Heizung), Wasserkocher, Kaffee/Tee und Snacks, Minibar in einem leisen Kühlschrank (nicht-alkoholisch bestückt), Fön, zwei Bademäntel, zwei Regenschirme, Notfalllampe, Notfallsirene und Insektenabwehrspray.

Der separate Waschraum hat zwei Waschbecken. Es gibt genügend Handtücher und ordentliche Flüssigseife, Shampoo, Conditioner, Körperlotion. In einem abgetrennten Raum ist die Toilette mit Wasserspülung. Die Dusche befindet sich außerhalb. Das ist erst mal gewöhnungsbedürftig, aber so hat man viel Platz und alles liegt sichtgeschützt. Es gibt rund um die Uhr warmes und kaltes Wasser, was in Afrika nicht selbstverständlich ist.

Durch eine Doppeltür erreicht man die Terrasse mit zwei Chillout-Stühlen und einem kleinen Tisch.

Der stets verfügbare Strom hat 220 Volt. Grundsätzlich ist ein Adapter erforderlich. Es war bereits ein Adapter im Zimmer vorhanden, so dass wir zwei Geräte mit Euro-Anschlüssen hätten betreiben können. Es gibt in jedem Raum elektrisches Licht.

Die Unterbringung ist für Safari-Verhältnisse komfortabel. Die Platzverhältnisse sind in Ordnung.
Du solltest aber kein 5-Sterne-Luxuszimmer erwarten. Die Lodge liegt im Busch und Ambiente und Ausstattung tragen dem Rechnung (und das sollte auch so sein).

Mindestens vier Mal am Tag kommt der Zimmerservice vorbei:
  • morgens zur großen Reinigung, Betten machen, Tagesdecke auflegen, Moskitonetz hoch, Planen der Zeltfenster öffnen
  • dann Zwischenkontrollen (Bett umdekorieren, Toilettenpapier neu falten)
  • abends Bett aufdecken, Moskitonetz runter, Planen der Zeltfenster schließen

Wirklich jeder (Rezeption, Servicekräfte, Driver/Tracker) in der Vuyani River Lodge ist sehr freundlich. Alle sind erfolgreich bemüht, einem den Aufenthalt so einfach und stressfrei wie möglich zu machen. Wenn man etwas möchte, ist die Rezeption jederzeit verfügbar. Ausflüge werden angefragt, organisiert und immer, wenn man vorbei kommt, erhält man ein Update.

Nach Einbruch der Dunkelheit soll man sich nicht ohne Begleitung durch die Anlage bewegen. Man wird dann begleitet von einem Nachtwächter. Wir fühlten uns nie unsicher und das schien manchmal übertrieben vorsorglich, aber letztlich geht es um die eigene Sicherheit, falls sich doch mal ein gefährliches Tier in die Lodge verirren sollte.

Bei unserem Besuch waren ca. 60 % der Gäste Briten und 40 % Deutsche in der Altersklasse von 20 bis 70 Jahren. Da alle nach dem gleichen Modell reisen (1 Woche in der Lodge), wechseln fast täglich die Gäste. Auch die Gäste waren alle super nett, sehr herzlich und von ähnlichem Motiv durchsetzt: Komfortabel Südafrikas Tierwelt zu erleben. Das sorgt für angenehme Gespräche in der Freizeit.

Vor Ort wird gutes Englisch gesprochen, keine weiteren Sprachen. Wer nicht gut Englisch spricht und versteht, wird hier nicht glücklich.

Das Hotel hat ein all-inclusive Konzept. Außer Trinkgeldern (nach eigenem Gusto), individuell zugebuchten Ausflügen oder Souvenirkäufen gibt man vor Ort kein Geld mehr aus. Die Zusatzausgaben werden gesammelt und beim Auschecken beglichen (in bar oder gegen Aufschlag per Kreditkarte).

Was hat uns gefallen:
  • Gesamtkonzept stimmig
  • Lage direkt im privaten Tierreservat, keine Anfahrt zu Parks mit zusätzlichen Gebühren erforderlich
  • super Serviceorientierung
  • keine verdeckten Kosten
  • überraschend gutes WLAN im gesamten Hotel und unserem Zimmer
  • gutes Essen (siehe auch Rubrik Essen & Trinken)
  • super Safaris (siehe auch Rubrik Safari)

Was uns nicht so gefallen hat:
  • Durch die Lage im Busch keine Spaziergänge außerhalb der Lodge möglich.
Das Essen ist ein Mix aus:
  • südafrikanischer Küche: Filet bzw. Steak vom Kudu (eine große Antilopenart, vergleichbar mit Hirschfleisch), Bobotie (Hackfleischauflauf mit Rosinen), Hühnercurry nach Art der Kap-Malaien, Pap (Maismehlbrei) und lokale Backwaren
  • internationaler Küche: Rinder- und Schweinefilet, Pasta-Gerichte mit Gemüse, Seehecht.

Das Frühstück gibt es direkt nach dem morgendlichen Game Drive gegen 9 Uhr im Innenbereich der Dining Area.
Es gibt immer zwei Sorten Marmelade, Toast (klassisch und Vollkorn), Butter, Fruchtsaft, Kaffee oder Tee und verschiedene Saucen.
An einem kleinen Büfett kann man sich an frischem Obstsalat, gelegentlich frischen Backwaren, Käse, Schinken, Avocado und Zerealien bedienen.
Dazu bestellt man dann Eierspeisen (pochiert, Omelett, Rührei, Spiegelei) mit Beilagen (verschiedene Gemüse, Baked Beans, Schinken, Würstchen. Diese werden auf Bestellung frisch und individuell zubereitet und brauchen entsprechend etwas Zeit. Die Eierspeisen waren immer toll und sehr große Portionen.

Spätestens ab 11 Uhr kommt der Service aktiv am Pool vorbei und fragt nach Wünschen.

Mittagessen gibt es gegen 13:30 Uhr draußen hinter der Dining Area neben dem Pool. In Form eines Büfett gibt es verschiedene Hauptgerichte, Salate, Gemüse, Beilagen. Keine riesige Auswahl, aber jeder findet etwas und auch für Vegetarier ist gesorgt. Dazu wird stets ein frischer Nachtisch gereicht. Getränke kann man frei ordern.

Jeder Abend-Gamedrive enthält einen Sundowner. Dort werden Knabbereien gereicht wie Nüsse, Mandeln, Studentenfutter, Doritos, Biltong (getrocknetes Fleisch, eine südafrikanische Spezialität). Dazu gibt es ein Getränk, das beim Mittagessen abgefragt wurde (Softdrink, Bier, Wein, Gin Tonic).

Das Abendessen beginnt gegen 19:30 Uhr nach dem abendlichen Game Drive und einer kurzen Pause.
Man speist drinnen, denn im Winter ist es draußen viel zu kalt. Feuerstellen sorgen für Behaglichkeit.
Es werden immer drei Gänge serviert. Vorspeise und Nachtisch sind festgelegt. Drei Hauptgerichte stehen zur Auswahl, eines davon vegetarisch. Beim Mittagessen wird man gebeten, das abendliche Hauptgericht auszuwählen.
Alle vier Tage gibt es, wenn das Wetter es zulässt, in der Boma einen Grillabend. Das ist bei uns leider aufgrund des zu starken Windes entfallen. In diesem Fall gibt es alternativ drinnen ein Essen ohne Vorauswahl (Ochsenschwanzgulasch, gegrillte Hähnchenteile ...).
Die abendlichen Hauptgerichte wiederholen sich nach vier Tagen. Das wirkt erst mal langweilig, aber Gäste sind hier sehr selten länger als eine Woche und es gibt ja unterschiedliche Speisen zur Auswahl, so dass man sich nicht wiederholen muss.
An Getränken gibt es alles, was verfügbar ist. Es gibt hier keine große Auswahl, aber die Qualität des Angebots ist gut und man bekommt jederzeit alles nachgeschenkt.

Zwischendurch gibt es:
Vor dem morgendlichen Game Drive Kaffee, Kekse und Wasser zum Mitnehmen.
Die Minibar im Hotelzimmer ist ordentlich alkoholfrei bestückt. Im Zimmer gibt es auch ein kleines Angebot an Snacks.
Wer zwischendurch Durst hat, kann einfach an den Barbereich gehen und sich etwas geben lassen.

Schöne Idee: Wir hatten einen kleinen Ausflug, der genau zur Frühstückszeit los ging. Zur Abfahrt bekam jeder eine kleine Tüte mit einer Flasche Saft, einer Flasche Wasser, einem Apfel und  belegten Sandwiches. Das hatten wir nicht explizit geordert, die Crew hat einfach mitgedacht.
5:30 Uhr
Der Nachtwächter weckt uns (klopf, klopf, "Good morning!").

Kurz vor 6 Uhr
Antreten vor dem Zelt. Wir warten auf die Polonaise der Safari-Teilnehmer, die - vom Nachtwächter angeführt - Richtung Rezeption zieht und bei jedem Zimmer Zuwachs erhält. Wer das braucht, kann vor der Abfahrt noch einen schnellen Kaffee oder Tee trinken und ein Gebäck mümmeln. Dann schnappen wir uns eine Flasche Wasser und besteigen den Safari-Jeep. Die Morgensafari dauert ca. 3 Stunden. Davon sind die ersten 20 Minuten im Dunkeln.

Kurz vor 9 Uhr
Rückkehr in die Lodge, wo wir mit einem warmen Handtuch begrüßt werden. Dann geht es gleich zum Frühstück (ohne Begleitung, denn nun ist es hell). Natürlich können wir überflüssige Sachen vorher noch im Zelt ablegen. Gefrühstückt wird drinnen, denn es ist noch kalt.

Gegen 9:45 Uhr (nach dem Frühstück)
Wir schwätzen mit den Mitreisenden, dann ist Freizeit angesagt. Wer einen "in-between" Ausflug gebucht hat, geht nun auf Tour. Manche gehen auf ihr Zimmer, die dortige Terrasse, oder man geht an den Pool, nimmt eines der bereit liegenden Handtücher und sucht sich eine Liege aus. Das war dann eher unser Modell. Mehr als 6 Personen haben wir dort nie zeitgleich angetroffen. Die Liegen reichen somit völlig aus und es gibt keine Reservierungsorgie. Der Pool ist nicht beheizt, im Winter also eine echte Herausforderung.
Wir lesen, spielen, dösen, trinken den ersten Longdrink, halten aber die Augen offen, weil immer mal Tiere zu sehen sind. Die Antilopen kommen hier freiwillig überraschend nah. Dies ist die größte zusammenhängende unverplante Zeitspanne, denn bis zum Mittagessen gibt es kein festes Programm.

Gegen 13:30 Uhr
Peu-a-peu kommen die Gäste zum Mittagessen zusammen. Es ist (für uns frühlingshaft) wärmer, daher wird das Essen auf der Terrasse beim Pool aufgebaut. Wir wählen das Hauptgericht für den Abend sowie die Getränke, die wir uns für den Sundowner der Abendsafari wünschen. Wir essen (zu viel), trinken, schwätzen ... bis sich die Runde eine Stunde später wieder auflöst.

Gegen 14:30 Uhr
Wieder ist Freizeit angesagt. Für uns bedeutete das Sonnenliege, später duschen (bevor es zu kalt wird) und umziehen.

Kurz vor 16 Uhr
Wir greifen die Kleidung im Zwiebelschalenprinzip, laufen vor zur Rezeption, schnappen uns ein Wasser für die Fahrt, sitzen auf ... ab geht die Safari. Anfangs reicht ein T-Shirt, dann folgen schnell Strickjacke/ Fleece, Windbreaker, Mütze, zum Schluss Handschuhe und die für jeden im Jeep bereit liegende Decke.

Kurz vor 18 Uhr
Die Safari wird für den Sundowner unterbrochen. Mal ist man allein (also nur die Insassen "unseres" Jeeps), oft aber steuern alle Jeeps die gleiche Lokation an, z. B. am Ufer eines Sees. Dazu gibt es ein kühles Getränk (wie zum Mittagessen ausgewählt) und etwas zum Knabbern. Wir bestaunen die Himmelsfarben, die so anders sind als bei uns. Manchmal sind noch ein paar Tiere zu sehen.
Schließlich erscheinen immer mehr Sterne am Firmament ... wir sehen das Sternbild Skorpion und die Milchstraße deutlich. Das ist immer wieder beeindruckend schön.
Die Rückfahrt wird zur Nacht-Safari. Der Spotter leuchtet in den Busch und weist uns auf alles hin, was es zu sehen gibt (und uns entgehen würde).

Kurz vor 19 Uhr
Wir erreichen die Lodge und werden erneut mit einem warmen Handtuch empfangen. Der Nachtwächter führt die Karawane in die Zimmer und holt uns bald darauf wieder ab.

19:30 Uhr
Stehempfang, erste Getränke, dann gibt es Abendessen. Das geht über in freies Trinken und Unterhaltungen.

Tagesende
Zwischen 21 und 22 Uhr löst sich die Runde sukzessive auf. Der Nachtwächter begleitet uns zum Zimmer.
Jeden Tag sind zwei Safaris (morgens und abends) inkludiert. Wer nicht teilnehmen möchte - kein Problem. Man sollte sich nur vorher abmelden, damit nicht auf einen gewartet wird.

Jeder ist für die Dauer des Aufenthalts einem Jeep fest zugeordnet. Der Fahrer und der Spotter sind somit immer gleich. Die Vuyani River Lodge unterhält zwei Jeeps mit je neun Plätzen (3 Reihen á 3 Personen). Die Sitzplätze wählt man bei jeder Fahrt neu.

Die nächsten knapp drei Stunden sucht man nach Tieren. Der Fahrer erläutert hierbei viel und hält neben der Spur auch den Funkkontakt zu anderen Jeeps. Der Spotter sitzt vor der Motorhaube und somit exponiert. Mit Erfahrung, aus Hinweisen anderer Jeeps per Funk sowie durch das Lesen von Spuren und Lauschen in das Dickicht versucht man Tiere aufzuspüren.

Man tut wirklich alles, damit jeder Gast die Chance hat, einen guten Blick auf die Tierwelt zu erhaschen. Dabei werden die Tiere nicht ungebührlich bedrängt, verfolgt oder zu intensiv umlagert. An Hotsports (Löwinnen mit Jungtieren, die gerade ein Gnu verspeisen) trifft man zwangsläufig auch andere Jeeps. Da die wenigen Lodges, die sich im Game Reserve befinden, aber jeweils nur ein oder zwei Jeeps auf Safari entsenden, ist das mit Touristenaufläufen wie in Kenia oder Tansania nicht zu vergleichen. Und die Fahrer sind auch nicht so egoistisch, die alle das gleiche Interesse haben. Das heißt nach ein paar Minuten macht man bereitwillig Platz, damit auch andere mit Möglichkeit erhalten, einen guten Blick auf die Tiere zu werfen.

Das Game Reserve ist groß genug, so dass man nicht stets die gleichen Wege fährt. Aber im Laufe der Tage wird man bestimmte Areale wiedererkennen.

Wir haben sehr viele Tiere gesehen und - was noch wichtiger ist - das dann auch sehr intensiv und nah. Ein hervorragendes Safari-Erlebnis!
Was man braucht ist Geduld:
  • Es gibt Safaris, da scheinen alle Tiere eine WhatsApp bekommen zu haben, im Gebüsch zu bleiben und sich nicht zu zeigen. Und wenn es gerade geregnet hat, sind auch noch alle Spuren verwischt.
  • Dann gibt es wieder Zeiten, wo hinter jeder Ecke eine neue Überraschung wartet.
  • Einmal wissen die Guides, dass eine Elefantenherde im Busch ist, aber man kommt einfach nicht heran. Dann fährt man um die Ecke und dort liegen ein paar Löwen.
  • Oder - eines unserer persönlichen Highlights: Unser Fahrer bittet uns, die Köpfe einzuziehen und fährt ungemütlich durch dorniges Dickicht und ein ausgetrocknetes Bachbett mitten in den Busch. Dort fragen wir uns dann, was wir hier sollen. Fünf Minuten später kommt eine Herde Elefanten-Jungbullen gemütlich aus dem Gestrüpp, baut sich neugierig vor uns auf und fängt an, zu fressen, Bäume zu entwurzeln und miteinander zu rangeln.

Um Enttäuschungen vorzubeugen: Große Herden wird man hier nicht sehen, dafür ist der Park nicht groß genug. Dazu kann man einen Ausflug in den Krüger Nationalpark machen.

Wir haben als "in-between" Ausflug eine Bootstour auf dem Stausee des Blyde River Canyons gebucht.
Da andere Gäste der Lodge ebenfalls dabei sind, reduzieren sich die Kosten auf ca. 48 € pro Person.

Direkt nach dem Frühstück fahren wir im Minibus los. 50 Minuten dauert die Fahrt zum Blyde River Canyon Nature Reserve.
Wir registrieren uns am Parkeingang und besteigen direkt das Boot. Die Sitzplätze sind gemütlich.

Nachdem es am morgen geregnet hatte, klart das Wetter nun auf und mit den dekorativen Wolken ist das Panorama des drittgrößten Canyons der Welt (und des größten grünen Canyons) besonders zu genießen. Unser Boot hat oben ein Panoramadeck und erlaubt so tolle Ausblicke.

Die Bootstour dauert 90 Minuten und ist ganz gemütlich und ruhig. Gelegentlich erklärt der Guide besondere Ansichten oder Tiersichtungen. Wir sehen: Waran, nördliche Felsenpython, Krokodil, Weißbrustkormorane, Flusspferde, Trompeterhornvögel, Klippschliefer und Schreiseeadler.

Das ist ein schöner Ausflug und das Geld auf jeden Fall wert. Das Panorama ist wunderschön. Und man verpasst bei diesem Ausflug weder Frühstück noch eine Safari oder das Mittagessen im Hotel. Top!
Lage
Die Lodge liegt im Blue Canyon Private Game Reserve. Die Region liegt nordöstlich von Johannesburg grob zwischen dem Blyde River Canyon und dem Krüger Nationalpark. Die Kleinstadt Hoedspruit (mit Supermärkten, Ärzten usw.) liegt nur wenige Fahrtminuten entfernt. Man kommt da aber nicht einfach so hin.

Die Region ist geprägt von intensiver Bewässerung und dem Anbau von Zitrusfrüchten und Avocados.

Der Safari-Tourismus ist hier sehr ausgeprägt, es gibt diverse kleine und große Tierreservate mit Lodges.


Kosten
Wenn man beim pauschalen all-inclusive Angebot bleibt, braucht man kein Geld.
Wir hatten für Trinkgelder und kleinere Ausgaben 300 Euro (also 150 Euro pro Person) am Flughafen getauscht und kamen damit gut hin.
Falls man zusätzliche Ausflüge macht, sind diese toll organisiert und das Geld sicher wert, aber auch relativ teuer. Diese bezahlt man beim Auschecken aus der Lodge in einer Gesamtrechnung am Ende der Reise. Man kann (gegen Aufschlag) mit der Kreditkarte oder in bar, dann aber in der südafrikanischen Währung Rand, zahlen. Wir haben das mit der Kreditkarte gemacht. Ja, das kostet durch den Aufschlag etwas mehr, aber man muss nicht vorher den Wechselbedarf kalkulieren.

Ein paar Worte zu Trinkgeldern:
  • Es gibt keine Verpflichtung, einen bestimmten Betrag zu zahlen (keine amerikanischen Verhältnisse).
  • Die Lodge hat keine Tip Box.
  • Andererseits bemühen sich vor Ort alle und das sollte man auch belohnen. Wer sich eine teure Pauschalreise gönnen kann und dann vor Ort am Trinkgeld spart, sollte nochmal nachdenken.
  • Wir geben hier keine pauschalisierten Tipps zur Höhe des Trinkgeld, das muss jeder selbst entscheiden.
  • Alle 2-3 Tage haben wir kleines Trinkgeld auf dem Kopfkissen für das Zimmermädchen hinterlassen.
  • Wir haben einen Umschlag für den Fahrer und einen für den Tracker gemacht und persönlich vor der Abreise übergeben. Die beiden waren jeden Tag sechs Stunden auf Safari voll beschäftigt, den Touristen ein tolles Erlebnis zu bieten.
  • Einen weiteren Umschlag haben wir mit "all staff" beschriftet und bei Abreise an der Rezeption übergeben.
  • Zudem haben wir dem Fahrer für den Transfer Flughafen-Lodge und zurück ein Trinkgeld in die Hand gedrückt.

Reisezeit
Juni bis Anfang September ist die optimale Reisezeit. Was man dazu wissen muss:
  • Im südafrikanischen Winter ist dann Trockenzeit und Tierbeobachtungen sind gut möglich. Wir hatten in unserer Woche nur eine morgendliche Regenphase.
  • Dafür ist der Busch nicht grün und die Gegend karger.
  • Tagsüber ist es mild bis warm (wir hatten im Juni 24-28° C zur Mittagszeit), Sonnenbaden am Pool nur mit T-Shirt war wunderbar möglich. Der Pool selbst bleibt aber sehr kalt.
  • In der Nacht wird es kalt (im Juni 8-10°C). Das klingt zwar nicht so schlimm, aber im Fahrtwind auf dem völlig offenen Safari-Jeep kühlt man schnell aus. Hier hilft nur das Zwiebelschalenprinzip und ein Windbreaker. Eine warme Mütze ist ebenfalls empfehlenswert, mancher fand auch Handschuhe angeraten. Nehmt lieber eine Lage warme Kleidung mehr mit, es kann nicht schaden.
  • Da die Zimmer nur Zeltwände haben und manche "Fenster" eigentlich nur Gitter und somit offen sind, wird es auch im Zimmer nach Sonnenuntergang schnell kalt und wir haben in der ersten Nacht ziemlich gefroren. Dann haben wir geschnallt, das die Klimaanlage auch als Heizung funktioniert. Diese vor dem Schlafengehen auf 22° C eingestellt und die Nachtkühle war gebannt.
  • In der kalten Jahreszeit muss man keine Moskitos fürchten. Wir hatten hier Ruhe und auch keine Malariaprophylaxe genommen. Das ist in der heißen Jahreszeit anders. Ob und wie intensiv man sich vor Mücken (und Malaria) schützt, sollte aber jeder selbst entscheiden oder sich von einem Reisemediziner beraten lassen.

Vor Ort unterwegs / Ausflüge
Die Lodge bietet eine Vielzahl Ausflüge an (schaut auf deren Website). Man kann Ausflüge nur über die Lodge buchen, Alternativen dazu gibt es nicht.
Manche der Ausflüge führt die Lodge selbst durch, andere werden organisiert und dann durch Fremdanbieter durchgeführt. Die Kosten sinken, desto mehr Lodge-Besucher eine Tour gemeinsam unternehmen. Es lohnt sich also durchaus, mal beim Essen anzusprechen, ob einer Lust auf diese oder jene Tour hat. Das kann Geld sparen.
Es gibt "in-between" Ausflüge, die zwischen den inkludierten Safaris liegen. So verpasst man nichts. Beispiele dafür sind die Bootsfahrt im Blyde River Canyon, ein Flug im Microlight, ein Reitausflug.
Größere Ausflüge wie der Besuch des Krüger Nationalpark oder die Panoramafahrt entlang des Blyde River Canyons sind meist Ganztagestouren, d. h. man fährt sehr früh morgens los und kommt vor dem Abendessen wieder. Das geht aufgrund der Distanzen nicht anders, aber man verpasst die Safaris der Lodge.
Wer noch nie in dieser Region war, hat mit den vorgenannten Ganztagesausflügen die Möglichkeit auf tolle Erlebnisse. Im Krüger Nationalpark hat man die Chance, in einer interessanten Landschaft große Tierherden zu sehen. Wir haben darauf verzichtet, da wir beides schon im Rahmen einer früheren Südafrika-Rundreise erlebt hatten und wir die tollen Safaris vor Ort nicht verpassen wollten.
Was haben wir gebucht:
  • Bootstour im Blyde River Canyon. Sehr geruhsam, tolles Panorama. Nach dem Frühstück bringt uns ein Fahrer der Lodge im Minibus zum Park, die Bootstour macht ein dortiger Anbieter, danach werden wir zurückgefahren und sind rechtzeitig zum Mittagessen zurück. Wir machen diese Tour zu sechst und dadurch ist der Preis mit 48 € angenehm.
  • Reitausflug: Nicht spektakulär, aber schön. Nach der Morgensafari bringt uns ein Fahrer der Lodge zur Reitanlage "The Equine House", die einen sehr gepflegten Eindruck macht. Diese liegt 20 Fahrminuten entfernt auf der anderen Seite von Hoedspruit direkt neben dem Radisson Safari Hotel. Wir werden kurz eingewiesen, erhalten einen Reithelm und man fragt nach unseren Reiterfahrungen (blutige Anfänger), damit ein passendes Pferd gewählt wird. Mit einer Begleitung geht es aus der Umzäunung direkt in den Busch. Da wir uns als Anfänger geoutet haben, gibt es keinen Trab oder Galopp, es ist mehr ein Spaziergang zu Pferd. Das kann wirklich jeder machen (aber Po und Knie tun danach natürlich weh). Wir sehen keine Tiere (hatten wir auch nicht erwartet), aber das ist reine Glückssache. Es gibt hier Giraffen und alle möglichen Antilopenarten, nur keine gefährlichen Tiere. 77 Euro für 2 Stunden Reiten ist nicht wenig, aber es war auch keine Massenveranstaltung. Wir hatten das zu Zweit gebucht und blieben zu Zweit (plus Reitbegleiterin).
Was wir toll fanden: Nur einer von uns hatte Interesse am Reiten und dieses an der Rezeption hinterlegt. Diese hat in der Reitanlage angefragt, ob das auch nur für eine Person möglich sei. Ja, möglich schon, aber arg teuer. Also Tipp von der Rezeption: Frag doch mal, ob das noch jemanden interessiert. Ja, tatsächlich, es gab noch eine weitere Interessentin. Immer, wenn es neue Informationen oder etwas zu klären gab, wird man sofort angesprochen. Völlig entspannt, man muss sich um nichts weiter kümmern.

Sonstiges

Brauche ich einen Adapter? Ja, die Lodge informiert vorab per Mail, welchen Typ. Wir haben uns einen Mehrfachstecker besorgt. Dieser wird direkt in die südafrikanische Steckdose gesteckt und ermöglicht den Anschluss von bis zu drei Euro-Steckern und bietet zusätzliche USB-A und USB-C-Anschlüsse. So braucht man nur einen Adapter und kann mehrere Geräte gleichzeitig anschließen (z. B. paralleles Laden von zwei Handys, Fotoakku, Videokamera...).

Internet vor Ort? WLAN gibt es im Flughafen und in der Lodge in recht guter Qualität. eSIMs (Airolo oder ähnlich) kann man nutzen, sind aber aus unserer Sicht nicht nötig.

Kann ich vor Ort Sachen bekommen, die ich zu Hause vergessen habe? Ja, im kleinen Shop der Lodge kann man ein paar Sachen kaufen. An Zahnpasta oder einer zusätzlichen warmen Jacke wird es nicht scheitern. Ansonsten braucht man ja üblicherweise nichts im all-inclusive Urlaub ...


Alle Infos hier ausreichend? Falls Du Fragen hast, kontaktiere uns gerne.
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Hinweise

Alle Inhalte sind persönliche Erfahrungen und Tipps. Es erfolgt kein Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen. Angaben ohne Gewähr.
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