Wir waren im Juni 2025 für 7 Tage in der Vuyani River Lodge. Diese liegt in privaten Big-Five-Reservat "Blue Canyon Conservancy" in der Nähe des Ortes Hoedspruit. Der Urlaub stand ganz im Zeichen von Safari.
Die Organisation hat wunderbar geklappt, das würden wir wieder machen.
Zu Fotos und ergänzenden Informationen klickt auf eine der folgenden Kacheln oder blättert auf dieser Seite weiter nach unten.
- Abgleich der Reisedaten
- Packliste
- Buchung Aktivitäten vor Ort
- Hinweise zu Trinkgeldern
- Hinweis zum erforderlichen Stromadapter
- Hat man besondere Bedürfnisse, z. B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten?
- morgens zur großen Reinigung, Betten machen, Tagesdecke auflegen, Moskitonetz hoch, Planen der Zeltfenster öffnen
- dann Zwischenkontrollen (Bett umdekorieren, Toilettenpapier neu falten)
- abends Bett aufdecken, Moskitonetz runter, Planen der Zeltfenster schließen
Was hat uns gefallen:
- Gesamtkonzept stimmig
- Lage direkt im privaten Tierreservat, keine Anfahrt zu Parks mit zusätzlichen Gebühren erforderlich
- super Serviceorientierung
- keine verdeckten Kosten
- überraschend gutes WLAN im gesamten Hotel und unserem Zimmer
- gutes Essen (siehe auch Rubrik Essen & Trinken)
- super Safaris (siehe auch Rubrik Safari)
- Durch die Lage im Busch keine Spaziergänge außerhalb der Lodge möglich.
- südafrikanischer Küche: Filet bzw. Steak vom Kudu (eine große Antilopenart, vergleichbar mit Hirschfleisch), Bobotie (Hackfleischauflauf mit Rosinen), Hühnercurry nach Art der Kap-Malaien, Pap (Maismehlbrei) und lokale Backwaren
- internationaler Küche: Rinder- und Schweinefilet, Pasta-Gerichte mit Gemüse, Seehecht.
- Es gibt Safaris, da scheinen alle Tiere eine WhatsApp bekommen zu haben, im Gebüsch zu bleiben und sich nicht zu zeigen. Und wenn es gerade geregnet hat, sind auch noch alle Spuren verwischt.
- Dann gibt es wieder Zeiten, wo hinter jeder Ecke eine neue Überraschung wartet.
- Einmal wissen die Guides, dass eine Elefantenherde im Busch ist, aber man kommt einfach nicht heran. Dann fährt man um die Ecke und dort liegen ein paar Löwen.
- Oder - eines unserer persönlichen Highlights: Unser Fahrer bittet uns, die Köpfe einzuziehen und fährt ungemütlich durch dorniges Dickicht und ein ausgetrocknetes Bachbett mitten in den Busch. Dort fragen wir uns dann, was wir hier sollen. Fünf Minuten später kommt eine Herde Elefanten-Jungbullen gemütlich aus dem Gestrüpp, baut sich neugierig vor uns auf und fängt an, zu fressen, Bäume zu entwurzeln und miteinander zu rangeln.
Die Region ist geprägt von intensiver Bewässerung und dem Anbau von Zitrusfrüchten und Avocados.
Der Safari-Tourismus ist hier sehr ausgeprägt, es gibt diverse kleine und große Tierreservate mit Lodges.
- Es gibt keine Verpflichtung, einen bestimmten Betrag zu zahlen (keine amerikanischen Verhältnisse).
- Die Lodge hat keine Tip Box.
- Andererseits bemühen sich vor Ort alle und das sollte man auch belohnen. Wer sich eine teure Pauschalreise gönnen kann und dann vor Ort am Trinkgeld spart, sollte nochmal nachdenken.
- Wir geben hier keine pauschalisierten Tipps zur Höhe des Trinkgeld, das muss jeder selbst entscheiden.
- Alle 2-3 Tage haben wir kleines Trinkgeld auf dem Kopfkissen für das Zimmermädchen hinterlassen.
- Wir haben einen Umschlag für den Fahrer und einen für den Tracker gemacht und persönlich vor der Abreise übergeben. Die beiden waren jeden Tag sechs Stunden auf Safari voll beschäftigt, den Touristen ein tolles Erlebnis zu bieten.
- Einen weiteren Umschlag haben wir mit "all staff" beschriftet und bei Abreise an der Rezeption übergeben.
- Zudem haben wir dem Fahrer für den Transfer Flughafen-Lodge und zurück ein Trinkgeld in die Hand gedrückt.
- Im südafrikanischen Winter ist dann Trockenzeit und Tierbeobachtungen sind gut möglich. Wir hatten in unserer Woche nur eine morgendliche Regenphase.
- Dafür ist der Busch nicht grün und die Gegend karger.
- Tagsüber ist es mild bis warm (wir hatten im Juni 24-28° C zur Mittagszeit), Sonnenbaden am Pool nur mit T-Shirt war wunderbar möglich. Der Pool selbst bleibt aber sehr kalt.
- In der Nacht wird es kalt (im Juni 8-10°C). Das klingt zwar nicht so schlimm, aber im Fahrtwind auf dem völlig offenen Safari-Jeep kühlt man schnell aus. Hier hilft nur das Zwiebelschalenprinzip und ein Windbreaker. Eine warme Mütze ist ebenfalls empfehlenswert, mancher fand auch Handschuhe angeraten. Nehmt lieber eine Lage warme Kleidung mehr mit, es kann nicht schaden.
- Da die Zimmer nur Zeltwände haben und manche "Fenster" eigentlich nur Gitter und somit offen sind, wird es auch im Zimmer nach Sonnenuntergang schnell kalt und wir haben in der ersten Nacht ziemlich gefroren. Dann haben wir geschnallt, das die Klimaanlage auch als Heizung funktioniert. Diese vor dem Schlafengehen auf 22° C eingestellt und die Nachtkühle war gebannt.
- In der kalten Jahreszeit muss man keine Moskitos fürchten. Wir hatten hier Ruhe und auch keine Malariaprophylaxe genommen. Das ist in der heißen Jahreszeit anders. Ob und wie intensiv man sich vor Mücken (und Malaria) schützt, sollte aber jeder selbst entscheiden oder sich von einem Reisemediziner beraten lassen.
- Bootstour im Blyde River Canyon. Sehr geruhsam, tolles Panorama. Nach dem Frühstück bringt uns ein Fahrer der Lodge im Minibus zum Park, die Bootstour macht ein dortiger Anbieter, danach werden wir zurückgefahren und sind rechtzeitig zum Mittagessen zurück. Wir machen diese Tour zu sechst und dadurch ist der Preis mit 48 € angenehm.
- Reitausflug: Nicht spektakulär, aber schön. Nach der Morgensafari bringt uns ein Fahrer der Lodge zur Reitanlage "The Equine House", die einen sehr gepflegten Eindruck macht. Diese liegt 20 Fahrminuten entfernt auf der anderen Seite von Hoedspruit direkt neben dem Radisson Safari Hotel. Wir werden kurz eingewiesen, erhalten einen Reithelm und man fragt nach unseren Reiterfahrungen (blutige Anfänger), damit ein passendes Pferd gewählt wird. Mit einer Begleitung geht es aus der Umzäunung direkt in den Busch. Da wir uns als Anfänger geoutet haben, gibt es keinen Trab oder Galopp, es ist mehr ein Spaziergang zu Pferd. Das kann wirklich jeder machen (aber Po und Knie tun danach natürlich weh). Wir sehen keine Tiere (hatten wir auch nicht erwartet), aber das ist reine Glückssache. Es gibt hier Giraffen und alle möglichen Antilopenarten, nur keine gefährlichen Tiere. 77 Euro für 2 Stunden Reiten ist nicht wenig, aber es war auch keine Massenveranstaltung. Wir hatten das zu Zweit gebucht und blieben zu Zweit (plus Reitbegleiterin).
Brauche ich einen Adapter? Ja, die Lodge informiert vorab per Mail, welchen Typ. Wir haben uns einen Mehrfachstecker besorgt. Dieser wird direkt in die südafrikanische Steckdose gesteckt und ermöglicht den Anschluss von bis zu drei Euro-Steckern und bietet zusätzliche USB-A und USB-C-Anschlüsse. So braucht man nur einen Adapter und kann mehrere Geräte gleichzeitig anschließen (z. B. paralleles Laden von zwei Handys, Fotoakku, Videokamera...).
Internet vor Ort? WLAN gibt es im Flughafen und in der Lodge in recht guter Qualität. eSIMs (Airolo oder ähnlich) kann man nutzen, sind aber aus unserer Sicht nicht nötig.