Unsere Erfahrungen
Wir haben Safaris in Afrika auf viele verschiedene Arten durchgeführt und dabei Kenia, Tansania, Südafrika, Sambia, Simbabwe, Botswana und Namibia bereist. Daher konnten wir einige Erfahrungen für uns sammeln.
Spart nicht am falschen Ende. Eine gute Safari-Reise ist nicht billig. Wenn man schon viel Geld ausgibt, sollte es aber auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Prüft daher vorab aufmerksam die zur Auswahl stehenden Reisen und Veranstalter hinsichtlich der geplanten Unterkünfte, der zu erwartenden Transportmittel und was in der Reise inkludiert ist (Eintritte in die Nationalparks, Essen, Trinken ...) und entscheidet Euch erst dann. Was Ihr vor Antritt einer Safari-Reise wissen (und bei der Buchung hinterfragen bzw. berücksichtigen) solltet:
Desto besser zum Tierreservat eine Unterkunft gelegen ist, desto teurer ist sie. Veranstalter wählen gern Unterkünfte aus, die preiswerter sind.
Stellt Euch als Gedankenspiel mal vor, ein wilder Löwe oder ein Elefant nähert sich Eurem Fahrzeug. Und jetzt geht das mit den verschiedenen Fahrzeugtypen durch:
- Das Tier nähert sich Eurem Reisebus ... man hört nichts, man riecht nicht ... who cares?
- Das Tier nähert sich Eurem Landrover und Ihr schaut durch das geöffnete Dach zu ... man hört das knurren, man riecht die Wildnis ... hoffentlich springt er nicht hoch ...
- Das Tier nähert sich Eurem völlig offenen Safarifahrzeug ... schluck!
Unsere Meinung: Am schönsten (aber nicht immer möglich) sind Safaris in den offenen Fahrzeuge der Lodges. Bei einer Rundreise sind die speziellen Safari-Fahrzeuge das Mittel der Wahl. Busse sollte man meiden, das hat nichts mit Safari zu tun.
Die edelste Variante sind fly-in Safaris. Man fliegt mit kleinen Propellerflugzeugen direkt in die jeweiligen Parks, ist dort ein paar Tage mit Landcruisern auf Game Drives. Das kostet viel Geld, maximiert aber die Safari-Zeit.
Ach ja, man könnte auch Selbstfahrer sein. Ja klar, das geht. Im Krüger Nationalpark zum Beispiel gibt es ein großes Netz guter asphaltierter Straßen. Aber aus der PKW-Perspektive und ohne erfahrenen Guide wird man viele Tiere einfach übersehen.
Überlegt Euch vorher, was Euch wirklich interessiert!
Liegt Euer Fokus auf Tierbeobachtungen?
Wollt Ihr lieber viele verschiedene Orte sehen?
Wollt Ihr auch Kultur mitbekommen?
Unsere Erkenntnis: Tendenziell wollen wir, wenn wir schon eine Fernreise unternehmen, auch möglichst viel vom Land sehen. Das bedingt dann lange Fahrtzeiten. Wenn man viele Tiere sehen will, ist das nicht sinnvoll. Lieber einige wenige Tierreservate in nicht zu großer Entfernung voneinander intensiv besuchen, als besonders viele abzuklappern. Denn: Unterwegs auf der Schnellstraße sieht man keine Tiere und jede Stunde auf der Schnellstraße ist potenziell vergeudet.
Unsere Empfehlungen für eine reine Safari-Reise mit Fokus auf Tierbeobachtungen wären z. B.:
- Der Northern Circuit in Tansania (Arusha, Lake Manyara, Tarangire, Serengeti, Ngorongoro).
- South Luangwa und Lower Zimbabwe in Sambia
- Victoria Falls, Chobe River und Okavango Delta in Botswana
Tansania
Touristisch gut erschlossen.
Touristisch gut erschlossen.
Serengeti (Reisezeit beachten, damit man hier die großen Tierherden sehen kann) und Ngorongoro sind der Wahnsinn.
Der Northern Circuit bietet viel Abwechslung.
Badeanschluss auf Sansibar möglich.
Kenia
Touristisch (zu) gut erschlossen.
Massai Mara (Reisezeit beachten), Amboseli, Tsavo sind schöne Safariziele.
Aber man erkennt einen Löwen oft daran, dass 20 Fahrzeuge um ihn herum stehen.
Teilweise aufdringliche Belagerung der Touristen zum Zweck des Andenkenverkaufs.
Badeanschluss am Indischen Ozean möglich.
Botswana
Chobe River und Okavango-Delta sind tolle Safari-Lokationen.
Zudem lockt die Nähe zu den Victoria Falls.
Sehr entspanntes Reisen, da (an Bodenschätzen) relativ reiches Land.
Aber dadurch auch nicht billig.
Simbabwe
Wenig touristische Infrastruktur und politisch nicht immer stabil
Mit Hwange, Matopos und den Mana Pools tolle Safari-Destinationen.
Sambia
Wenig touristische Infrastruktur und sehr teuer.
South Luangwa und Lower Zambezi sind sehr gute Safari-Destinationen.
Namibia
Insbesondere in Etosha gute Safari-Möglichkeit.
Sehr viel Wüste und karges Land.
Bietet sich als Kombination an, wenn man nicht nur auf Safari fokussiert ist.
Südafrika
Tolle Tierreservate, tolle Unterkünfte, tolles Essen.
Aber Tiererlebnisse eben auch nur in den Tierreservaten, das muss man wissen.
Private Game Reserves ermöglichen sehr gute Tierbeobachtungen.
Somit das Safariland, wo man unterwegs am wenigsten das Gefühl afrikanischer Wildnis hat. Dafür komfortables Safari-Erlebnis.
Kann man gut mit Selbstfahrer-Routen (Garden Route) und Kapstadt kombinieren.












