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Sambia - Rundreise - TnT Travel - Unsere Reiseerlebnisse

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Wir waren im September 2023 für drei Wochen auf Rundreise in Sambia mit folgenden Stationen:
South und North Luangwa
Bangweulu Wetlands
Mutinondo Wilderness
Kasanka Nationalpark
Lower Zambezi

Wir haben diese Reise pauschal über Wigwam Tours gebucht.

Die Organisation und die Betreuung waren top. Wigwam nutzt keinen Sub-Tour Operator, sondern unterhält in Sambia eine eigene Dependance.

Wo möglich wurden Lodges bzw. Tented Camps genutzt.

Wo dies nicht möglich war, haben wir in Bush Camps gezeltet. Dazu begleitete eine Service-Crew die Tour (zum Zeltaufbau, Kochen, Abwaschen usw.).

Die Hin- und Rückflüge waren mit Qatar. Das ist eine sehr gute Airline. Das bedeutete natürlich einen Zwischenstopp in Doha.

Die Reise bietet sehr gute Tierbeobachtungen, insbesondere in den Nationalparks South Luangwa und Lower Zambezi.
Man ist aber auch viel unterwegs, Sitzfleisch also vonnöten. Insbesondere die Exkursion in den abgelegenen und wenig besuchten North Luangwa Nationalpark ist abenteuerlich.
Die Landrover waren in gutem Zustand und für die Tour ist das das perfekte Verkehrsmittel, aber ohne Komfort.
Die Lage der Lodges war toll, deren Qualität unterschiedlich, aber immer hinreichend.

Zusammengefasst war das eine interessante und abenteuerliche Reise, die uns sehr gut gefallen hat.
Wir würden sie aber nur denjenigen empfehlen, die schon viel in Afrika gesehen haben und auf der Suche nach einer noch wenig erschlossenen Safari-Destination sind. Denn: Die Tour ist wesentlich teurer als vergleichbares in Kenia oder Tansania. Die geringen Touristenzahlen, die abgelegenen Lokationen (an denen man wirklich keine anderen Weißen sieht) und die entsprechend dünne Infrastruktur haben ihren Preis.


Zu Fotos und ergänzenden Informationen klickt auf eine der folgenden Kacheln oder blättert auf dieser Seite weiter nach unten.

Wir fliegen gegen 18 Uhr in Frankfurt ab und landen gegen Mitternacht Ortszeit (+1 Stunde Zeitverschiebung) in Doha.
Dort müssen wir 2,5 Stunden bis zum Anschlussflug überbrücken. Da wird einem nicht langweilig, aber es kommt auch kein Stress auf.
08:35 Uhr (-1 Stunde, die lokale Zeit entspricht der deutschen Sommerzeit) am Folgetag landen wir in Lusaka, der Hauptstadt Sambias.
Die Einreise braucht etwas Zeit, ist aber unbürokratisch (keine Papiere auszufüllen, keine Visumerfordernis, keine Einreisegebühr).
Auf Empfehlung des Reiseleiters tauschen wir nur 100 Euro in die einheimische Währung Kwacha um.

Nach 20 Minuten Autofahrt erreichen wir die Pioneer Lodge etwas außerhalb von Lusakas Innenstadt. Sehr schöne alleinstehende Hütten verteilen sich im großen Gelände. Die Dusche ist ordentlich, ein Ventilator vorhanden (keine Klimaanlage, die wir aber auch nicht vermisst haben), Wasser kommt aus einem mit Brennholz geheizten Boiler. Es gibt sogar einen kleinen Pool und rund um das Hauptgebäude WLAN. Sehr empfehlenswert!
Die Temperaturen sind angenehm und es geht ein leichter Wind. In der Gartenanlage gibt es nicht viel zu entdecken, aber wir sehen einen tropischen Turako in den Bäumen.

16 Uhr treffen wir uns mit der (dreizehnköpfigen) Reisegruppe an der Bar zum Briefing. Wir werden in zwei Landrovern unterwegs sein, es gibt also zwei Fahrer/Guides. Wolfgang ist Deutscher, Thomas ist Sambier und spricht sehr gutes Englisch. Da wir gut Englisch sprechen und verstehen und andere Mitreisende nicht, ergibt sich eine Sitzverteilung schon daraus. Fest zugeordnet ist man nicht, die Sitzplätze können jeden Tag rotieren.

Wolfgang führt noch schnell zum unweit gelegenen Shoprite-Supermarkt. Wer noch etwas einkaufen möchte (Alkohol, Knabbereien...), kann mitfahren und sich eindecken. Wir kaufen für die gesamte Gruppe drei Flaschen Blended Whisky für 471 Kwacha (ungefähr 23 Euro).

Um 18 Uhr gibt es ein leckeres und reichhaltiges Abendessen in der Lodge. Die Getränkerechnung beläuft sich auf 215 Kwacha (damals ca. 10 Euro).
Nach Sonnenuntergang fallen die Temperaturen nur langsam unter 30° C, das bleibt alles angenehm. 21:30 Uhr gehen wir zu Bett.
Wir stehen um 4:20 Uhr auf, denn um 5 Uhr gibt es Frühstück und wir müssen früh los aufgrund der langen Fahrstrecke. Es ist warm, aber auszuhalten. Außer ein paar Pavianen gibt es auf der Fahrt nicht viel zu sehen. Die Straßenverhältnisse sind unterschiedlich, aber auf der Great East Road meist gut. Mittags nehmen wir am Straßenrand die aus der Lodge mitgebrachten Lunchpakete ein.

16 Uhr kommen wir in der Track and Trail River Lodge an. Diese liegt direkt am Luangwa Fluss in unmittelbarer Nähe zum Eingang des South Luangwa Nationalparks (in der sogenannten Game Management Area). Schon bei der Anfahrt über einen Feldweg sehen wir mehrere Antilopenarten (Buschbock, Impala, Puku). Die zweistöckigen Chalets sind einfach, aber ordentlich ausgestattet. Vor dem Chalet ist eine Terrasse, im ersten Stock ein Balkon, beides mit Blick auf den Luangwa Fluss. Die Lodge können wir sehr empfehlen, denn:
  • Die Lage direkt am Fluss ist toll. Am gegenüber liegenden Flussufer bzw. Sandbänken sieht man immer wieder Tiere wie sich sonnende Krokodile, Kudus, Warzenschweine. Zudem liegt die Unterkunft sehr nah am Eingang zum Nationalpark.
  • In der Anlage sahen wir im Laufe der Zeit verschiedene Tiere, die hier ohne Scheu sind: Antilopen, Grüne Meerkatzen, einen Waran, diverse Elefanten. Abends kommen dann noch Flusspferde dazu. Sobald es dunkel ist, wird man auf den Wegen von einem Wächter mit starker Taschenlampe begleitet, um unliebsamen Tierbegegnungen zu entgehen. Wenn Elefanten oder Flusspferde im Garten unterwegs sind, muss man halt etwas warten.
  • Das Essen ist hervorragend und auch optisch sehr schön.
  • Die Bar ist gut ausgestattet (wenn auch nicht ganz billig).
  • Es gibt einen kleinen Pool mit Blick auf den Luangwa Fluss.

Wir fahren noch kurz (wenige Fahrminuten) los, um eine Gruppe Giraffen zu fotografieren. Dekorativ stehen auch gleich noch zwei Elefanten am Wegesrand.

Tag 1 im South Luangwa Nationalpark:
  • 5:30 Uhr Frühstück
  • Game Walk im Park: 20 Minuten Anfahrt, dann geht es in zwei getrennten Gruppen, jeweils begleitet von einem bewaffneten Ranger und einem Guide, auf einen zweistündigen Spaziergang durch den Busch. Wir sehen Zebras, Impalas und aus größerer Distanz auch ein paar Elefanten. Wir erfahren viel über Tiere und Pflanzen, so ist das kurzweilig. Kaffee und Muffins nehmen wir dann an einer Lagune ein. Im Hintergrund gibt es Hippos, Zebras und Elefanten. Auf der Rückfahrt stehen kurz vor unserer Lodge mehrere Elefanten direkt auf dem Feldweg.
  • Um 11:30 Uhr treffen wir uns zum dreigängigen Mittagessen (oh weh, und auch noch lecker!).
  • Dann haben wir bis 15:30 Uhr Freizeit.
    Wir springen in den hübschen, aber überraschend kühlen Pool. Bei 38° C bringt das aber nur kurzzeitige Erfrischung.
    Von unserer Veranda aus sehen wir ganz nebenbei Hippos, Krokodile und einen Waran. Ibis, Reiher, Störche und andere Vögel sowie Paviane und Grüne Meerkatzen sind allgegenwärtig.
  • Der nachmittägliche Game Drive zeigt uns Elefanten, Zebras, Impalas und Pukus.
  • Wir nehmen einen gemeinsamen Sundowner ein, auch wenn der Sonnenuntergang wenig spektakulär ist.
  • Nun folgt der nächtliche Teil des Game Drives. Neben einer Ginsterkatze und vielen in der Dunkelheit erstarrten Antilopengruppen ist das wenig aufregend, bis eine erregt umher irrende Hyäne uns schließlich auf den Leoparden aufmerksam macht, der mit seinem frisch gerissenen Impala im Baum liegt. Das reißt es dann schon raus!
  • 20:30 Uhr sind wir zum Abendessen zurück in der Lodge.
  • 22:15 Uhr gehen wir zu Bett, müssen aber auf dem begleiteten Rückweg zum Chalet einen Umweg nehmen, da ein Flusspferd im Garten unterwegs ist.
   

Tag 2 im South Luangwa Nationalpark:
  
  • 5:30 Uhr Frühstück
  • Wir wollen vor allen anderen Touristen wieder beim Leoparden sein. Guter Witz, ein halbes Dutzend Autos sind schon zugange. Wir sehen dafür einen anderen Leoparden auf dem Boden. Richtig viel vom Park erkunden wir heute auch nicht. Wir bleiben im südlichen Teil des South Luangwa Nationalparks und sehen dabei Scharlachspint, normale Bienenfresser, Adler, Hammerkopf, Geier, Zebra, Puku, Giraffe, Elefant, Hornvogel, Wiedehopf, Impala, Kudu, Büffel und Hippo.
  • 12 Uhr Mittagessen
  • Freizeit
  • 15 Uhr fahren wir in kleinerer Runde los, da so mancher Mitreisende sein Mittagsschläfchen braucht. So sind wir nur noch zu viert im Landrover und haben entsprechend viel Platz. Wir sehen die riesige Kolonie Scharlachspinte, erneut den Leoparden an seinem im Baum gelagerten Impala (bis es ihm zu viel wird), zwei Hyänen, einen einzelnen männlichen Löwen, eine Löwenmutter mit drei Jungen, diverse Elefanten, Impala, Puku, Wasserbock, Hippo, Geier und vieles mehr. Das war ein schöner Game Drive.
  • 18 Uhr sind wir zurück in der Lodge. An deren Einfahrt stehen heute gleich fünf Elefanten.
  • Bis zum Abendessen bleibt genug Zeit zu duschen und sich zu entspannen. Wir wollen schon etwas früher an die Bar, aber die fünf Elefanten blockieren mittlerweile den Garten zwischen unserem Chalet Nr. 3 und dem Restaurant. So ziehen wir uns erst nochmal ins Zimmer zurück und versuchen es 10 Minuten später erneut. Die Elefanten ziehen gerade langsam ab, so kommen wir doch noch zu unserem Aperitif (Mojito und Margarita, beides o.k.).
  • 19 Uhr Abendessen: heute Grillabend (Braai)
  • 22:30 Uhr sind wir im Bett.

Tag 3 im South Luangwa Nationalpark:
  • 5:30 Uhr Frühstück
  •   
    Auf dem ersten Game Drive sehen wir Büffel, Hyäne, Pavian, Impala, Schreiseeadler, Scharlachspint, Kudu, Weißrückengeier, Elefant, Wasserbock, Löwe, Hippo, Sattelstorch, Hornrabe, Krokodil, Gnu, Giraffe, Zebra, Gabelracke, Puku und Warzenschwein. Auf der Rückfahrt sehen wir gleich elf Elefanten direkt vor der Lodge … das kann heute eng werden im Garten. Kurz vor dem Mittagessen kommt ein einzelner Elefantenbulle direkt an der Bar vorbei marschiert und erfreut sich an den Bäumen im Garten. Hier wird einem echt etwas geboten. Später spazieren Antilopen direkt an unserer Terrasse vorbei.
  • Beim zweiten Game Drive sehen wir Zebra, Sattelstorch, Büffel, Bienenfresser, Elefant, Zebramanguste, Scharlachspint  …. s. Fotos.
    Die fünfköpfige Gruppe junger Löwen, die wir kurz vor Parkschluss exklusiv und seeehr nah genießen können, ist ein echter Höhepunkt.
  • Nach dem Abendessen zahlen wir die aufgelaufene Getränkerechnung (80 US$) in bar, da gerade das Netzwerk schwächelt. Dann füttern wir noch die Tip-Box.
  • 21:30 Uhr gehen wir zu Bett.

Fazit: Tolle Safari-Erlebnisse, tolle Lodge! Klare Empfehlung.

4:30 Uhr Wecken, denn die Koffer müssen gepackt und in den Landrovern verstaut werden. 5:30 Uhr Frühstück, dann geht es los, denn heute steht eine lange Fahrstrecke an. Über größtenteils abenteuerliche Pisten durchqueren wir die Hochebene. An einer heißen Quelle machen wir einen kurzen Zwischenstopp.

Wir passieren den Luambe Nationalpark und lassen uns auch von Buschfeuern und umgestürzten Bäumen nicht aufhalten. Gelegentlich sehen wir ein paar Tiere (Kraniche, Hyänen, Geier), aber heute ist ein Transfertag, es geht nicht um Safari.

Wir erreichen kurz vor 16 Uhr das Ituba Camp am North Luangwa Nationalpark. Überraschend ordentliche Duschen (3) und Toiletten (2) mit zwei separaten Waschbecken, direkt am Fluss gelegen und in unmittelbarer Nähe zum Parkeingang, aber dennoch in echter Wildnis. Unsere dreiköpfige Versorgungscrew ist schon vor Ort, die Kuppelzelte sind aufgebaut und mit zwei Feldbetten, einem Tisch, zwei Handtüchern, Toilettenpapier und sogar Mückenspray ausgestattet. Das ist schon sehr komfortabel für Camping im afrikanischen Busch. Die Zelte haben Nummern und werden fest zugeteilt. Man hat somit immer wieder das selbe Zelt (eigene Handtücher und Bettwäsche).

Das Abendessen (Chicken Curry) ist gut und ein kühles Mosi (lokale Biermarke) gibt es auch dazu. Wir gehen zeitig ins Bett.

Schön ist, dass für jeden eine LED-Campinglaterne vom Abendessen mit ins Zelt genommen werden kann. So ist für Licht auch noch gesorgt. In der Nacht hören wir das allgegenwärtige Gegrunze der Flusspferde und intensives Löwengebrüll. Dann interessiert sich noch ein Elefant für das Bäumchen, unter dem unser Zelt steht. Wildlife pur!

Wir frühstücken um 5:30 Uhr und sehen dabei in der Ferne auf einer Sandbank ein Löwenrudel. 6 Uhr fahren wir los zum nur 2 Kilometer entfernten Parkeingang. Dazu müssen wir den Luangwa Fluss mit einer Pontonfähre überqueren, was schon abenteuerlich ist. Wir scheinen heute völlig allein im North Luangwa Nationalpark zu sein und begegnen den ganzen Tag niemandem. Tierbeobachtungen sind nicht der Kracher, wir sehen allerdings überraschenderweise ein Rudel afrikanischer Wildhunde, die ziemlich selten sind.

Wir sind deutlich früher als erwartet bereits um 15 Uhr zurück im Camp. Später sehen wir die Löwen wieder auf der Sandbank. Derweil nähert sich ein Elefant gemütlich dem Camp und wir werden vorsorglich aufgescheucht und in Deckung getrieben. Zum Abendessen gibt es T-Bone-Steak mit Butterkartoffeln und gemischtem Gemüse.
Lang bleiben bei Temperaturen über 30° C, bis es im Verlauf der Nacht angenehm abkühlt. Auch diese Nacht klingt das Löwengebrüll sehr nah, wandert aber erkennbar.

Fazit: Für Tierbeobachtungen muss man nicht extra die lange Fahrt vom South Luangwa auf sich nehmen. Aber hier ist man noch wirklich im afrikanischen Busch und fühlt sich als Abenteurer. Hier gibt es keine Lodges. Was man braucht, muss man mitbringen. Die Campsite liegt schön und immerhin gibt es Wasser und einen Sanitärbereich. Uns hat es gefallen, da wir etwas Abenteuer abseits bekannter Touristenrouten wollten. Bedingt empfehlenswert.
Heute könnten wir theoretisch länger schlafen, wenn wir nicht packen und die Zelte räumen müssten. 6 Uhr gibt es Frühstück. Dann müssen wir 2 Stunden warten, bis Zelte und Feldküche abgebaut und im Begleitfahrzeug mit seinem Trailer verpackt sind, denn wir müssen als Tross gemeinsam über die Pontonfähre. Das benötigt mehr als eine Stunde Zeit und die Körperkraft aller mitreisenden Männer.

Zäh kommt man voran. Die Pisten sind sehr naturbelassen. An Tieren sehen wir gar nichts. Dafür hätten wir auch keine Zeit, denn heute ist erneut ein reiner Transfertag. Schließlich erreichen wir die Great North Road, die teilweise wie ein Highway ausgebaut ist, aber auch immer wieder unasphaltierte Passagen oder riesige Schlaglöcher aufweist. Mit nur kurzen Zwischenstopps (Lunch, Tanken) rasen wir unserem Tagesziel, der Mutinondo Wilderness, entgegen, die wir schließlich um 16 Uhr erreichen. Das ist ein größeres und gut ausgestattetes Camp.

Unsere Crew ist noch nicht da, also keine Zelte, keine Verpflegung. Wir packen unsere Stühle und besteigen mit diesen einen Granithügel und genießen einen Sundowner. So überbrücken wir die Zeit, bis das Versorgungsfahrzeug ankommt.

Die Gegend ist für ihre Schlangen bekannt, wir sollen also vorsichtig sein. Toiletten und Duschen sind in Ordnung, allerdings etwas entfernt (und natürlich unbeleuchtet). Manche Duschen haben sogar warmes Wasser. Um 19:30 Uhr gibt es Abendessen (Spaghetti Bolognese). 21:15 Uhr gehen wir ins Bett. Aufgrund der Hanglage des Zeltes ist auch das Bett ganz schön schräg … gewöhnungsbedürftig. Hier wird es durchaus kühler in der Nacht, aber frieren müssen wir trotzdem nicht. Ob man nachts aber wirklich den Gang zur Toilette auf sich nehmen möchte … es ist zappenduster, der Weg nicht einfach und dann die Schlangenwarnung ...

Am nächsten Morgen gibt es um 8 Uhr Frühstück. Näher werden wir einem Ausschlafen nicht kommen … es geht doch. In kleiner Runde (nicht alle kommen mit) besteigen wir den Mayense. Dieser größte Granithügel der Umgebung ragt 240 Höhenmeter aus dem Hochplateau auf. Das ist durchaus anstrengend, da es ohne Unterbrechung stetig steil bergauf geht. Der Ausblick auf die Landschaft und die umgebenden Dambos (die wie Wasser speichernde Schwämme wirken und miteinander verbunden sind) ist sehr schön.

Wir sind schon um 11:30 Uhr, also viel früher als gedacht, zurück im Camp. Da bleibt noch Zeit für den Besuch des zehn Minuten entfernten und recht idyllischen kleinen Wasserfalls. Das ist landschaftlich sehr schön, wenngleich es nun arg warm ist. Aber es gibt zumindest einen mildernden Wind.

Nach gutem Mittagessen startet um 15 Uhr ein Game Drive. Am Rand der Dambos, die sich alle über den Mutinondo River entwässern (der letztlich über den Luangwa in den Sambesi mündet), sehen wir Säbelantilopen und Riedböcke.

Das Abendessen (gegrilltes Huhn, Nshima, Kartoffeln, Gemüse) ist gut. Wir gehen um 21:30 Uhr zu Bett und schlafen gut (abgesehen von der Hanglage).

Fazit: Hierher fährt man nicht zur Tierbeobachtung. Das ist eher ein Tag zum "runterkommen". Der Spaziergang war landschaftlich schön und dass man sich überhaupt mal bewegen kann und nicht nur im Landrover sitzt, ist eine schöne Abwechselung. Für eine Campsite gut ausgestattet. Kann man machen.
5 Uhr stehen wir auf, denn wieder müssen die Koffer gepackt werden, so dass ab 6 Uhr die Zelte abgebaut werden können.

Knapp 30 Kilometer Sandpiste führen uns zurück auf die Great North Road, die wir nach kurzer Zeit wieder verlassen und auf Nebenpisten abbiegen Richtung unseres heutigen Etappenziels, den Bangweulu Wetlands. Hier werden die Straßen wirklich sehr schlecht und anstrengend. Nach dem Eingang zum Naturschutzgebiet fahren wir noch knapp zwei Stunden. Auf diesen 34 Kilometern reihen sich die Hütten aneinander. Dann gelangen wir auf eine riesige, topfebene Fläche, die nur gelegentlich von kleinen Bauminseln oder Grastermitenhügeln durchsetzt ist. In der Regenzeit steht dieses Gebiet knietief unter Wasser.

Das Camp ist heute sehr einfach (kein Strom). Ob man in der Nacht die weit entfernte Toilette findet (und anschließend zurück zum Zelt)? Unsere Crew ist noch nicht da und kommt erst später. So bleibt unser Gepäck erst mal in der Savanne stehen und wir fahren auf einen Game Drive. Wir sehen große Herden der schwarzen Lechwe-Antilope, später auch einige Schakale. Die Gegend ist interessant, aber relativ tierarm.

Um 19:30 Uhr gibt es Abendessen (Beef Stew mit Reis und Gemüse). Leider gibt es kein Bier mehr, da die Crew trotz vorheriger Bedarfsaufnahme nicht genug Vorräte eingekauft hat. Schade, aber dann ist es so und wir müssen mit Wasser Vorlieb nehmen. Kurz nach 21 Uhr gehen wir nochmal auf die Toilette, da noch die letzten Solarleuchten den Heimweg weisen. Dann gehen wir zu Bett. Auch hier wird es im Laufe der Nacht durchaus kühl (bis zu 14° C).

Am nächsten Morgen um 6 Uhr Aufstehen, 6:30 Uhr Frühstück, 7 Uhr Abfahrt zu unserer heutigen Bootstour. Nach nur wenigen Minuten Fahrzeit sind wir am Airstrip, wo die Tour beginnt. Unsere 13 Reiseteilnehmer verteilen sich auf drei Boote. Wir haben Glück und können das einzige 2-er Boot für uns ergattern. Die Tour soll anderthalb Stunden dauern, letztlich werden es gut vier Stunden, die wir durch die Schilflandschaft gestakt werden. Den seltenen Schuhschnabelvogel (es gibt nur noch 8.000 Exemplare auf der Welt) sehen wir sehr schön, auch wenn es nicht jedem gefällt, dafür ein paar Meter durch Morast laufen zu müssen. Auf jeden Fall ist es für uns sehr schön und entspannend. Wir sehen Milane (einer fängt sogar gerade eine Schlange), Kormoran, Möwe, verschiedene Störche wie den Klaffschnabel, Reiher, Ente, Ibis, Bienenfresser und diverse weitere Vögel. Hier soll es auch Krokodile und Flusspferde geben, von denen wir (womöglich zum Glück) nichts sehen.

Um 12 Uhr sind wir zurück im Lager, wo es bald auch schon Mittagessen (gegrillte Hühnerstücke, Pommes) gibt. Dann ist Freizeit, die man nach Belieben nutzen kann. Um 15:30 Uhr geht es los zum nächsten Game Drive. Viel zu sehen gibt es in der Ebene weiterhin nicht, aber immerhin sehen wir Kuhantilopen, Büffel und Zebras.

18:15 Uhr sind wir zurück im Camp, also leider wieder keine Duschmöglichkeit bei Tageslicht. 19:30 Uhr gibt es Abendessen. 22:30 Uhr ziehen wir uns ins Zelt zurück.

Fazit: Hierher fährt man, um den extrem seltenen Schuhschnabelvogel (und andere Vögel) zu sehen. Die Bootstour dahin ist schön und entspannend. In der abgelegenen Region gibt es nicht viele Tiere, aber sie ist schön. Das Camp war allerdings sehr einfach. Außer einem modern aussehenden (da aus Beton) Sanitärhäuschen gibt es hier nichts. Und selbst dort: Keine Beleuchtung, keine Türen vor den Toiletten. Geht mal für einen Tag.
  
4:45 Uhr läutet der Wecker und wir packen unsere Koffer. Um 5:30 Uhr gibt es Frühstück, um 6 Uhr brechen wir auf. Wir verabschieden uns von unserer Crew, die wir erst im Lower Zambezi Nationalpark wiedersehen werden. Durch eine lichte Waldlandschaft schlagen wir uns durch zum nächsten Ziel, dem Kasanka Nationalpark.

Gegen 11 Uhr kommen wir in der Wasa Lodge an. Diese liegt schön direkt am gleichnamigen See. Unser Zimmerchen ist sehr klein und einfach. Da haben wir Pech gehabt, die anderen haben deutlich schönere Zimmer. Kalte Getränke gibt es erst am Abend, dafür aber Strom bis 21 Uhr. Nach dem Picknick-Lunch haben wir (unnötige) Freizeit bis 15 Uhr.

Wir treffen uns zu Kaffee und frischen Käsekeksen und brechen um 15:30 Uhr zum Game Drive auf. Auf den Ebenen entlang des Kasanka River sieht man viele Pukus, aber auch Buschböcke und Warzenschweine, Krokodile, Hippos und Störche. Leider sind hier die Tsetsefliegen eine echte Plage. Zum Sonnenuntergang sehen wir von einem „Hide“ aus noch die scheue Sitatunga-Antilope.

Um 18:20 Uhr sind wir zurück im Camp. Das (immerhin angenehm lauwarme) Duschwasser reicht nur für 1 ½ Duschgänge, dann muss der Wasserbehälter nachgefüllt werden. Das wird zwar schnell erledigt, aber wir schaffen es dennoch nicht ganz pünktlich zum Abendessen um 19 Uhr. Macht aber nichts, denn es sitzen eh noch alle um das Lagerfeuer. Das Abendessen ist heute nicht so toll. Um noch mit Strombeleuchtung ins Bett zu kommen, löst sich die Runde um 20:45 Uhr auf.

Fazit: Das ist ein netter Zwischenhalt und die Tierbeobachtungen insbesondere am Fluss waren gut. Zwischen Oktober und Dezember ist der Park eine riesige Attraktion aufgrund der Migration von Millionen Palmenflughunden. Außerhalb dieser Zeit muss man hier nicht unbedingt hin. Die Wasa Lodge liegt gut, aber Essen und Service bieten Platz nach oben.
  
4:50 Uhr stehen wir auf, denn um 5:30 Uhr müssen die gepackten Koffer vor der Tür stehen und es geht zum Frühstück. Kurz nach 6 Uhr fahren wir los. Die Straßen sind überraschend gut und leer. Erst auf der Great North Road setzt der übliche Verkehr wieder ein. Auf einem Supermarktparkplatz nehmen wir unseren Lunch ein. In der Nähe von Lusaka wird der Verkehr immer zähfließender. Zudem hat eines unserer Fahrzeuge einen Platten. Wir kommen um 15:20 Uhr in der Wild Dogs Lodge an. Die Zimmer hier sind toll. Die Lodge gehört dem Geschäftsführer des Reiseveranstalters, der hier auch zeitweise lebt. Das ist somit praktisch die Home Base des Veranstalters. Wir nehmen kühle Getränke, springen in den Pool und runden den Tag um 18:30 Uhr mit einem guten Abendessen ab. Da kann man nicht meckern!

Wir frühstücken heute erst um 7:30 Uhr, denn es gibt heute kein festes Programm. Wir müssen leider ein Krankenhaus aufsuchen, da die Bisse der Tsetsefliegen für starke Schwellungen gesorgt haben. Ein Fahrer der Lodge bringt uns komfortabel in die Medland-Klinik für Lusakas Elite. Die Sprechstunde kostet pauschal 360 Kwacha. Hydrokortison-Injektionen und Tabletten (Breitband-Antibiotikum, Kortikosteroide) kosten zusätzlich 142 Kwacha in der Klinik-Apotheke. Hoffentlich hilft es!

Wir sind gerade rechtzeitig zurück, um an den kleinen Ausflügen teilnehmen zu können. 10:45 Uhr fahren wir zum Lusaka Nationalpark, um dort das Elefantenwaisenprogramm zu sehen. Vier junge Elefanten im Alter von 8 bis 24 Monaten werden gerade aufgezogen. Das ist für die Pfleger eine ganz schöne Herausforderung, denn die Pflegetiere müssen alle drei Stunden gefüttert werden. Es ist sehr schön, die Tiere herumtollen und spielen zu sehen. Auch die Schlangendemonstration (Puffotter, Speikobra, Waldschlange und einige mehr) ist sehr interessant und auch lehrreich. Leider ist die Zeit hier zu knapp bemessen, das hätte man sich gut mal eine Stunde anschauen können.

Zurück in der Stadt besuchen wir einen Touristenmarkt für kleine Einkäufe, begleitet von Tanz und Gesang. Das ist zwar etwas anstrengend, aber wenigstens kurz gehalten.

15:30 Uhr sind wir zurück in der Lodge und erfrischen uns im 18 Meter langen Pool. Um 18:30 Uhr gibt es Abendessen, diesmal nicht inkludiert, sondern auf eigene Kosten. Es gibt BBQ. Tomahawk-Steaks und Hühnchenteile sind lecker. Überraschenderweise kostet das Abendessen dann doch nichts, der Besitzer hat uns wohl eingeladen.

Fazit: Das ist lediglich ein Zwischenstopp, bevor es weitergeht. Die Lodge ist super schön, man kann hier einfach entspannen. Und der Besuch des Lusaka Nationalparks war gar nicht schlecht. Einen ganzen Tag müsste man hier nicht unbedingt verbringen, aber wenn man das macht, dann sehr gerne hier.
  
4:40 Uhr Aufstehen, 5:30 Uhr Koffer vor die Tür, kurz nach 6 Uhr Abfahrt. Viereinhalb Stunden dauert die Fahrt über großteils überraschend gute Straßen. Dann besteigen wir zwei Boote, die uns – zwischen sambischer und simbabwischer Küste pendelnd, in knapp vier Stunden zur Kasanka River Lodge bringen, wo wir um 14 Uhr ankommen.. Die Fahrt ist schön und wir sehen Unmengen Flusspferde und Elefanten. Die Lodge liegt nur vier Kilometer vom Lower Zambezi Nationalpark entfernt in der Game Management Area und ist exklusiv für unserer Reisegruppe gebucht. Es gibt zwar eine lokale Servicemannschaft, aber für Speis und Trank sorgt unsere eigene Crew. Die Zelte des Tented Camps liegen entlang des Zambezi in reichlich Abstand zueinander, teilweise über Stege miteinander verbunden. Der Aufenthaltsbereich ist komfortabel und hübsch, es gibt sogar einen Pool. Unser Zelt ist das Letzte in der Reihe und auch das Schönste. Es hat gleich zwei Terrassen.

15:30 Uhr steht die nächste Bootstour an. Da sind manche Mitreisende nicht mehr dabei, denn es ist ja sooo anstrengend. Tatsächlich ist es mit über 40° C ziemlich heiß, aber auf dem Fluss mit ein bisschen Fahrtwind lässt sich das aushalten. Wir sehen weitere Elefanten, Hippos und Büffel. Zum Abschluss halten wir zu einem Sundowner auf einer Insel in der Nähe unserer Lodge. Gegenüber jagen sich Flusspferde, im Hintergrund tauchen Elefanten auf … das ist schon schön.

In der Lodge haben wir noch gut eine Stunde Freizeit. Das wieder sehr leckere Abendessen (von unserer „alten“ Crew zubereitet) wird um 19:10 Uhr serviert. Schon um 21:15 Uhr ziehen wir uns ins Zelt zurück. Puh, immer noch über 30° C. In der Nacht hört man das Gegrunze von Hippos und vorbei ziehende Elefanten.

Tag 1 im Lower Zambezi Nationalpark:
  • In der Nacht hat es etwas abgekühlt. 4:50 Uhr stehen wir auf, denn um 5:30 Uhr gibt es Frühstück und anschließend brechen wir direkt mit den Booten auf in den Nationalpark. Dort steigen wir auf unsere Jeeps um. Da manche Mitreisende aufgrund der Hitze bzw. Anstrengung vorzeitig zurück wollen, muss umorganisiert werden. Na, irgendwie geht es dann. In den Jeeps wird es aber wirklich sehr heiß.
  • Wir sehen Unmengen Elefanten und Flusspferde, aber auch Krokodile, Adler, Impalas, Kudus, Zebras, Busch- und Wasserböcke, erneut Wildhunde und zum Schluss sogar drei Löwen. Unterwegs haben wir einen Platten und ein Radwechsel steht an.
  • Um 15 Uhr steigen wir wieder in die Boote. Auch der Rücktransfer ist unterhaltsam, denn es gibt am Ufer immer wieder etwas zu sehen.
  • Kurz vor 16 Uhr sind wir zurück in der Lodge. Beim Aussteigen müssen wir etwas aufpassen, denn neben der Bootsanlegestelle stehen gerade ein paar Elefanten.
  • 18:15 Uhr gehen wir wieder Richtung Bar/Restaurant, wo gerade die Elefanten unter den Stegen herumlaufen. Sehr schön, das hat was. Wir sprechen bei den Mitreisenden die Trinkgeldfrage an und werden uns schnell einig, dass wir uns nicht einig werden. Das ist ja auch eine Erkenntnis. Um 19 Uhr wechseln wir zum Abendessen. Im (mittlerweile stockdunklen) Hintergrund sind gerade zwei Elefanten an den kleinen Pool spaziert, um sich einen Schluck zu gönnen. Wow!
  • Um 21:45 Uhr verziehen wir uns in das kuschelig warme Zelt.

Tag 2 im Lower Zambezi Nationalpark:
  • 4:50 Uhr Aufstehen, 5:30 Uhr Frühstück, 6 Uhr geht es los zur großen Pirschfahrt.
  • Neben vielen Elefanten und Impalas sehen wir auch Büffel und eine halb im Dornengestrüpp versteckte Impalaleiche. Nach genauem Hinschauen entdecken wir in diesem Busch auch den zugehörigen Leoparden, der kaum auszumachen ist.
  • 12:30 Uhr sind wir zurück in der Lodge und um 13 Uhr gibt es Mittagessen.
  • Um 15 Uhr kommen wir wieder zusammen und fahren bis an die Berghänge des Sambesi-Tals.
  • Nach längerer Fahrt schauen wir gegen Ende nochmal nach dem Leoparden, der aus seinem Gestrüpp rausgekommen und dekorativ zu fotografieren ist.
  • Jetzt sind wir aber viel zu spät dran und müssen in der einsetzenden Dunkelheit mit Affenzahn zum Parkausgang rasen. Ob Hornraben, Antilopen oder erschreckt auftrötende Elefanten … hier müssen alle Platz machen.
  • So sind wir erst 18:40 Uhr zurück und bis zum für 19 Uhr angekündigten BBQ-Abendessen bleibt keine Zeit mehr zum Duschen.
  • Wir begleichen die finale Getränkeabrechnung für die Reise. Für 26 Bier und eine Cola werden 432 Kwacha (ca. 22 €) fällig. Das passt recht genau zu den noch vorhandenen Reserven der einheimischen Währung. Um 21:45 Uhr ziehen wir uns ins Zelt zurück. Heute kühlt es leider kaum ab, es bleibt die ganze Nacht hindurch heiß.

Fazit: Die Tierbeobachtungen im Lower Zambezi sind sehr gut. Die Lodge liegt toll direkt am Fluss. Sehr gut war, dass wir anderthalb Tage die Boote nutzen konnten, da es auf dem Fluss gefühlt kühler war und man vor allem tolle Tierbeobachtungen machen konnte. Wie vom Guide angekündigt wird es im Lower Zambezi aber sehr heiß.

4:45 Uhr stehen wir auf und packen die Koffer. Um 6 Uhr gibt es Frühstück. Wir übergeben unsere Trinkgeldumschläge. Heute gibt es eine feste Fahrzeugzuordnung, denn die sechs Personen mit dem frühen Flug nach Doha werden ohne Umweg sofort zum Flughafen in Lusaka gebracht, während die anderen in der Wild Dog Lodge noch ein Tageszimmer zur Überbrückung erhalten. Letzter gemeinsamer Stopp ist an einem Einkaufszentrum in Shingela, wo wir uns voneinander verabschieden. Ansonsten brausen wir ohne weitere Pause, nur ausgebremst von der Rush Hour in Lusaka. Trotzdem kommen wir gut durch und sind zu früh am Flughafen (12:30 Uhr, vier Stunden vor dem Abflug).

Die Rückreise ist langweilig, aber unkompliziert und sehr pünktlich: Warten, Einchecken, erste Flugetappe nach Doha mit Abflug 15:25 Uhr und Ankunft 23:40 Uhr (hier +1 h). Der Weg zum nächsten Gate ist allerdings arg weit, da sind wir fast eine halbe Stunde stramm unterwegs und es bleibt keine Zeit zum Shoppen. Auch die zweite Flugetappe ist pünktlich (1:40 Uhr Ortszeit).
Kosten
Die Reise ist pauschal sehr teuer. Damit muss man sich arrangieren. Dafür wird auch viel geboten: Die Organisation war top, der Service war gut, es gab keine versteckten Kosten. Es gibt im Land nur wenig touristische Infrastruktur. Zudem ist die Hälfte des Jahres eine solche Reise nicht möglich, da in der Regenzeit die Flüsse über die Ufer treten und die Wege unpassierbar sind.
Das Preisniveau ist generell niedriger als bei uns.
Getränke in Lodges sind vergleichsweise teuer. Aber in Anbetracht der Kosten der Pauschalreise wird hier niemand verarmen.

Geld kann man gut am Flughafen tauschen. In Lusaka gibt es auch Geldautomaten.
Weitere Umtauschmöglichkeiten während der Rundreise gibt es nicht.
In Lodges werden Kreditkarten genommen (wenn die Technik funktioniert).
Es reicht der Umtausch von 100-150 Euro in bar (für zwei) in die Landeswährung Kwacha (damaliger Kurs: 100 Euro = 2.050 Kwacha).
Trinkgeld ist dabei nicht berücksichtigt.

Trinkgeld
In den Lodges gibt es häufig Tip-Boxes.
Für die Safari (Fahrer/Guide, dreiköpfige Crew) wird ein Trinkgeld erwartet. Wir konnten uns in der Reisegruppe nicht einigen, wie viel Trinkgeld angemessen sein mag. Da gehen die Vorstellungen sehr weit auseinander. Haben wir also individuell gelöst.
Wir haben das Trinkgeld in US$ bzw. in Euro gegeben.

Reisezeit
September war eine sehr gute Reisezeit mit viel Sonnenschein und erträglichen Temperaturen (außer im Lower Zambezi). Diese Tour ist ausschließlich in der Trockenzeit möglich.

Essen und Trinken
Praktisch alle Speisen sind bei dieser Tour inkludiert. Lodges (oft auch Tented Camps) bieten Vollpension (feste Menüfolge, keine individuelle Auswahl), beim Camping sorgt eine eigene Crew für das Essen (inklusive Vorbereitung und Abwasch), so dass man sich selbst um nichts kümmern muss.
Während der Fahrt gibt es immer mal Kekse, zudem ist jederzeit kühles Wasser verfügbar.
An Transfertagen wird unterwegs ein Picknick eingelegt. Dazu stoppt man an geeigneter Stelle, Campingstühle und Tische werden aufgebaut und es gibt Sandwiches und Obst.
Das Essen war in Summe wirklich lecker, man muss hier nicht verhungern. Geboten wird mal etwas typisch afrikanisches, mal etwas Gegrilltes oder auch ein Nudelgericht. Also eine bunte Mischung.
Lodges bieten Getränke, die man selbst bezahlen muss. Beim Camping ist Selbstversorgung erforderlich. Dazu wird bei beim Briefing in Lusaka abgefragt, wer welche Getränke (Coke, Fanta, Tonic, Gin, Rotwein, Weißwein, Bier) in welcher Menge voraussichtlich benötigt. Diese Getränke besorgt dann die Crew, transportiert und kühlt sie (nach Möglichkeit). Abgerechnet wird dann am Schluss. Das klappt ganz gut und die Preise sind wirklich fair. Allerdings war z. B. das Bier auf der letzten Station vorzeitig aufgebraucht.
Das lokale Bier heißt Mosi und schmeckt sehr gut.

Unterkünfte
Der Veranstalter hat jeweils die bestmögliche Unterkunft gewählt, die je nach Lokation möglich ist:
  • Lodges in Lusaka, South Luangwa und Kasanka: Der gebotene Komfort entspricht Hotels. Es gibt ein Restaurant und eine Bar. Die Lodges bieten Vollpension und eine ordentliche Auswahl an Getränken (auf eigene Rechnung).
  • Tented Camp im Lower Zambezi: Dies ist die klassische Safariunterkunft. Es handelt sich um große komfortable Zelte, die permanent aufgebaut bleiben. Die Außenwände und das Dach sind aus Zeltplane, die Fenster aus Fliegennetzen mit zusätzlichen Planen. Das Zelt steht auf einem zementierten Boden, es gibt ein zusätzliches Dach und eine Terrasse. Man hat ein eigenes Bad (außerhalb des eigentlichen Zeltes open air). Es gibt ein echtes Bett, ein paar Möbel, Strom (wenngleich nicht rund um die Uhr und nicht immer für höhere Anforderungen wie Fön oder Wasserkocher geeignet). Gut gepflegte Tented Camps (also keine Löcher in Plane oder Fliegennetzen) sind für uns die authentischste und attraktivste Unterkunftsart. Das ist ein guter Kompromiss aus Komfort und Nähe zur Natur.
  • Camping hatten wir in North Luangwa, Motinondo Wilderness und den Bangweulu Wetlands. Hier gibt es schlicht keine Unterkünfte und somit keine Alternative. Camping bedeutet immer deutlichen Komfortverzicht. Die Toiletten, Duschen, Waschmöglichkeiten der Campsite teilt man sich gemeinsam. Die Crew baut Kuppelzelte auf, die in der Mitte Stehhöhe haben. In jedem Zelt werden Feldbetten mit Matratze/Isomatte und Bettzeug, Kopfkissen, Handtüchern und ein kleiner Tisch aufgebaut. Zudem wird ein Läufer, Toilettenpapier, Mückenspray und eine kleine LED-Campingleuchte bereitgestellt. Das hatten wir bei früheren Camping-Safaris schon viel einfacher.
Man sollte sich immer vergegenwärtigen, dass die Unterkünfte in freier Wildbahn liegen. Hier laufen alle Tiere frei herum. Das bedeutet:
  • Wer im Dunkeln in einer Lodge unterwegs ist, wird von einem Wächter begleitet.
  • Wer beim Camping im Dunkeln nochmal raus muss (z. B. auf Toilette), leuchtet erst mal mit einer Taschenlampe in die Runde, um nicht in Elefant, Büffel, Flusspferd, Hyäne oder was auch immer reinzulaufen.
  • Man greift nicht in uneinsehbare Ecken und insbesondere auf Toiletten prüft man erst mal den Fußboden und schaut mal vorsichtig in die Schüssel. Es gibt Skorpione, Spinnen von beachtlicher Größe und diverse Schlangen (diese sind uns aber nicht begegnet). Mit ein bisschen Vorsicht ist das Risiko überschaubar.
  • Regelmäßig findet man Frösche in der Toilette (gutes Versteck und das Wasser ist nie fern). Die sind völlig harmlos, aber erschrecken kann man sich trotzdem.
  • Zelte verschließt man jederzeit vollständig. Paviane können Reißverschlüsse öffnen, auch andere Tiere könnten sich versucht fühlen. Im Zelt sollte man nichts essbares aufbewahren, um Tiere nicht anzulocken.

Transfer
Die Tour wird mit typischen Allrad-Safarifahrzeugen durchgeführt. Diese haben acht Sitzplätze (Fahrer/Beifahrer und sechs im Passagierabteil). Das ist nicht sonderlich komfortabel und auf schlechten Wegen wird man ordentlich durchgerüttelt. Das Dach wird in den Parks hochgeschoben, so dass man sich hinstellen und die Tiere gut beobachten kann. Zwischen den beiden hinteren Sitzen ist eine Kühlbox fest verbaut. Zudem gibt es eine Mehrfachsteckdose mit 220 Volt zum Aufladen von Akkus (Foto, Video, Handy, Zahnbürste...). Das Gepäck wird Tetris-mäßig über die Heckklappe verstaut, daher besser keine Schalenkoffer mitnehmen. Staub ist aber allgegenwärtig, also sollten die Taschen sehr dicht sein oder die Kleidung in Plastiksäcken geschützt werden.

Sauberkeit/Hygiene
Wir haben das Essen wunderbar vertragen.
Wasser aus der Leitung ist nicht zum Trinken geeignet. Man sollte auch zum Zähneputzen Trinkwasser aus Flaschen benutzen. Speziell in Campsites kommt das Wasser aus Brunnen ohne weitere Aufbereitung.
Kollektive sanitäre Einrichtungen sind so, wie andere sie hinterlassen. Hier darf man nicht zu empfindlich sein.
Unterwegs gibt es Toiletten nur bei Einkaufsmärkten in Städten, sonst ist Buschtoilette (d. h. hinter den nächsten Busch) angesagt.
Es dauert nicht lang, bis man kräftig einstaubt. Das ist bei einer Safari so, die Klamotten bleiben nicht sauber. Das muss man einfach akzeptieren.
Wo man etwas länger verweilt, kann man selbst auch mal ein paar Sachen durchs Wasser ziehen und auf einer Leine trocknen. In der Wild Dogs Lodge hätte man auch etwas waschen lassen können. Das haben wir nicht in Anspruch genommen, da danach nur noch der Besuch im Lower Zambezi Nationalpark anstand.

Gesundheit
Am besten wird man nicht krank und lässt sich nicht von einer Schlange beißen.
Aber im Ernst: In größeren Abständen über das Land verteilt gibt es Kliniken für den Notfall.
Apotheken gibt es in den Städten.
Vollwertige medizinische Versorgung ist am besten in Lusaka gegeben. Das mussten wir einmal in Anspruch nehmen und machte einen sehr guten und kompetenten Eindruck bei geringem Preis (und hat letztlich geholfen).

Sonstiges

Brauche ich einen Adapter? Nein, aber man sollte sich von Strom nicht zu sehr abhängig machen. Wir konnten im Auto Akkus aufladen, aber es gibt keine Garantie, dass dies jeden Tag möglich ist. Eine eigene Mehrfachsteckdose kann nicht schaden, wenn man mehrere Geräte parallel zu laden hat.

Internet vor Ort? WLAN gibt es in Lodges und Tented Camps manchmal, Verfügbarkeit und Geschwindigkeit sind aber Glückssache. Wer in einer Lodge mal eben 20 Fotos für den WhatsApp-Status hochlädt, blockiert für 20 Minuten alle anderen Gäste. Das Mobilfunknetz ist recht gut, eine lokale Karte oder eSIM ist zu empfehlen. In Campsites tief im Busch muss man auf elektronische Kommunikation weitgehend verzichten.

Wie sieht es mit der Sprache aus? Man sollte Englisch können oder zumindest gut verstehen. Sambia ist ein Vielvölkerstaat mit diversen Sprachen. Englisch ist als Verkehrssprache verbreitet. Aber auch Erläuterungen der Guides während der Safaris sind (mit Ausnahme des einen deutschen Fahrers/Guides) in Englisch.

Zusammenfassung
Die Reise war top organisiert und kann weiterempfohlen werden.
Ob man den hohen Preis zahlen will, muss man vorher selbst entscheiden.
Die Reise ist als Rundreise konzipiert. Hier steht die Natur im Vordergrund, Kontakt zur einheimischen Bevölkerung hat man praktisch nicht. Es handelt sich aber nicht um eine explizite Safari-Reise, denn richtige Safaritage gibt es nur im Luangwa-Tal und im Lower Zambezi.
Wer sich nur für Safari interessiert, der ist mit einer Reise ausschließlich  in den South Luangwa und den Lower Zambezi besser bedient. Beides liegt von Lusaka nicht so weit entfernt und ist noch ohne zu große Anstrengungen zu erreichen.


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Hinweise

Alle Inhalte sind persönliche Erfahrungen und Tipps. Es erfolgt kein Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen. Angaben ohne Gewähr.
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