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Sri Lanka - Rundreise - TnT Travel - Unsere Reiseerlebnisse

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Wir waren im Februar / März 2018 für drei Wochen auf großer Rundreise in Sri Lanka mit folgenden Stationen:
Der Westen: Hauptstadt Colombo, Negombo
Der Norden: Jaffna
Der Osten: Trincomalee
Das Hochland: Kandy, Nuwara Eliya, Haputale, Bandarawela, Little Adam's Peak
Der Süden: Ahangama, Galle, Kalutara
Kultur gab es in den alten Königsstädten Anuradhapura und Polonnaruwa, in Mihintale, Sigiriya, Dambulla und Kataragama.
Die Tierwelt konnten wir in den Nationalparks Wilpattu, Kaudulla und Yala beobachten.
Im Anschluss hatten wir noch ein paar Tage Badeaufenthalt in Unawatuna.

Wir haben diese Reise pauschal über SKR gebucht.

Die Organisation war gut, die Hotels ordentlich und der Reiseleiter angenehm.

SKR war etwas teurer als andere Veranstalter, bot aber eine große Rundreise inklusive Jaffna im Norden und Trincomalee im Osten. Zudem werden Reisen prinzipiell in Kleingruppen mit maximal 12 Teilnehmern durchgeführt, was wir als sehr angenehm empfanden.

Die Hin- und Rückflüge waren mit Qatar Airways. Das ist eine sehr gute Airline. Das bedeutete natürlich einen Zwischenstopp in Doha.


Die Reise bietet eine schöne Mischung von Kultur, Natur und Erholung am Strand.
Sri Lanka ist ein Hotspot für Biodiversität. Es lohnt sich daher, auch Tierbeobachtungen nicht zu vernachlässigen.

Zusammengefasst war das eine schöne Reise mit viel Abwechslung, ohne stressig zu sein.
Sri Lanka ist schon seit langer Zeit ein Touristenmagnet und das hat seinen Grund.
Das Einzige, was wir als Vielgereiste bemängeln können (zugegeben, jammern auf hohem Niveau): Es gab keine Highlights der Kategorie "muss man gesehen haben, man kommt aus dem Staunen nicht heraus". Und es hat relativ viel geregnet.

Zu Fotos und ergänzenden Informationen klickt auf eine der folgenden Kacheln oder blättert auf dieser Seite weiter nach unten.

16:05 Uhr startet unsere Boeing 777-300 der Fluggesellschaft Qatar Airways Richtung Doha, wo wir etwas kreisen müssen und eine halbe Stunde verspätet landen. Der für 1:55 Uhr geplante Weiterflug verspätet sich ebenfalls um eine halbe Stunde. So landen wir 9:30 Uhr Ortszeit in Colombo.

Die Einreiseformalitäten sind dank elektronischem Vorab-Visum schnell erledigt. Wir treffen unseren Reiseleiter sowie den Rest der Reisegruppe und fahren um 11 Uhr los Richtung Negombo. Nach einem kurzen Fotostopp an der Lagune des Fischerdorfs erreichen wir das direkt am Strand gelegene Beacon Beach Hotel. Das Hotel hat einen schönen Pool und eine angenehme Bar, wo wir gleich ein lokales Lion Bier (0,6 l für 500 Rupies = 2,70 Euro) ausprobieren und für gut befinden. Der Speisesaal im 7. Stock bietet eine schöne Aussicht auf Strand und Meer. Hier wird das Frühstück mit breiter Auswahl serviert. Das Hotel ist gut.

Am Nachmittag fahren wir nach Colombo und schauen uns einige Distrikte der quirligen Großstadt an:
  • Unabhängigkeitshalle
  • "White House", das Rathaus
  • Buddha-Statue im Viharamahadevi Park
  • Seema Malaka Tempel auf dem Beira-See
  • Basarviertel Pettah, bunt, laut und geschäftig

Wir essen im Coco Beach Hotel unweit unserer Übernachtungshotels in Negombo zu Abend. Es gibt klassisches Reis & Curry in vielen verschiedenen Sorten: Vegetarisch, Aubergine, Linsen, Fisch, Huhn, Pilze. Alles lecker, wenngleich für den touristischen Gaumen entschärft. Die ergänzend georderte Würzpaste peppt das aber ordentlich auf.

Im Hotel probieren wir noch einen Arrak (pur, was uns den Respekt der Bedienung einbringt) für 500 Rupies, bevor wir um 22 Uhr geschafft ins Bett fallen.
7:30 Uhr gehen wir zum Frühstück, 8:30 fahren wir los Richtung Norden. An einem Strand beobachten wir Fischer, die ihre Netze einholen. Ein Stück weiter sehen wir einen Palmsaftzapfer bei seiner akrobatischen Arbeit und besuchen einen ersten kunterbunten Hindutempel.

13 Uhr erreichen wir Anuradhapura und beziehen unser Zimmer im Heritage Hotel. Dieses Hotel liegt etwas abseits direkt am Stausee Tissa Wewa. Die schöne und gediegene Anlage zieht zur Mittagszeit lokale Hochzeitsgesellschaften an. Es gibt einen großen Pool und einen gepflegten Garten. In der Umgebung kann man viele Vögel beobachten. Wir sehen Bengalenpirol, Weißbauchseeadler, Brahmanenmilan, Halsbandsittiche, Kiebitz und Wasservögel.

15:30 Uhr fahren wir nach Mihintale, der Wiege des Buddhismus auf Sri Lanka. In den unteren Überresten der ehemaligen großen Klosteranlage ist das 12,7 Meter lange Reisboot gut erhalten, aus dem zur Blütezeit bis zu 2.000 Mönche gespeist wurden. Einige Affenfamilien der Hanuman-Languren und der Ceylon-Hutaffen umlagern die Ruinen. Die mittlere Ebene der Klosteranlage bietet mehrere gute Aussichtspunkte. Die wundervollen Panoramablicke muss man sich über uralte Stufen barfuß oder auf Strümpfen erlaufen, denn die Schuhe muss man vorher ausziehen. Die Ruinen werden von der großen Dagoba Ambasthala Vatadage aus dem 2. Jahrhundert vor Christus überragt, von der aus wir den Sonnenuntergang anschauen. Wir haben genug Zeit für die Besichtigungen. So ist das ein schönes und stressfreies Erlebnis.

Zurück im Hotel können wir aus verschiedenen Tagesmenüs (international und singhalesisch) vorauswählen. Dann gehen wir duschen und treffen uns um 20 Uhr zum gemeinsamen Abendessen. Das ist recht lecker. Bei einem Bierchen philosophieren wir noch etwas über gleich drei Aufschläge auf der Rechnung (Mehrwertsteuer, Servicegebühr und Beitrag zum nationalen Aufbau). Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn das Preisniveau an sich ist hier niedrig. Auf unserem Balkon verkosten wir noch den unterwegs für 1.800 Rupies (knapp 10 Euro) gekauften Arrak. Lecker!

Auf einem frühen Morgenspaziergang am Seeufer kann man wieder einige Vögel beobachten, u. a. Bengalenspecht und Silberklaffschnabel.

7:15 Uhr gibt es ein reichhaltiges Frühstück, danach fahren wir zu den Ruinen von Anuradhapura, der ersten Königsstadt und UNESCO-Welterbe. Highlights dort sind:
  • Jaya Sri Maha Bodhi: Es soll sich um einen Ableger des Bodhibaums handeln, unter dem Buddha seine Erleuchtung erlangte. Er wurde im 3. Jahrhundert vor Christus ins Land gebracht und ist eine wichtige Pilgerstätte.
  • Ruvanveli Maha Seya: heute 107 Meter hohe Dagoba, gebaut 140 vor Christus
  • Jetavanaramaya: 122 Meter hohe Dagoba, gebaut im 3. Jahrhundert
  • Kuttam Pokuna: Zwillings-Wasserbecken aus dem 5.-6. Jahrhundert

Beim Spaziergang vorbei an Ruinen, Mondsteinen und Fresken sind wir überrascht, dass sich trotz der Menschenmassen überraschend viele Tiere blicken lassen. Das ist sehr eindrucksvoll und gehört daher zu Recht zum Pflichtprogramm einer Sri Lanka-Rundreise.

Für den Nachmittag haben wir einen optionalen Ausflug in den Wilpattu Nationalpark (für 45 Euro pro Person) gebucht. Um 14 Uhr fahren wir (fünf Teilnehmer unserer Reisegruppe und unser Reiseleiter) los. Nach 40 Minuten Fahrt steigen wir in einen offenen Jeep um und fahren weiter zum Nationalpark. Entlang der Straße werden Reis und Chilischoten getrocknet. Schon am Eingangstor sehen wir einen ersten Bienenfresser. Die Landschaft im Nationalpark ist mit Primärwald, Trockenwald, Grasflächen und Seen abwechslungsreich. Zudem kommen hierher nur wenige Touristen.Wir sehen Landwarane, zwei Elefanten, Unmengen Bienenfresser, Ceylon-Schnäpper, Asiatischen Paradiesschnäpper, Schwarznackenmonarch, Schlangenweihe, Ceylon-Haubenadler, Haubenschlangenadler, Malabarhornvogel, Axishirsche, Pfaue und diverse Reiherarten. Das ist sehr schön! 18:30 Uhr endet die sehr lohnenswerte Tour.

19:20 Uhr sind wir zurück im Hotel und duschen den eingesammelten Staub ab. Um 20 Uhr gehen wir zum leckeren Abendessen in Büffetform. Vor dem Zubettgehen packen wir noch die Koffer und stellen sie raus, da sie am nächsten Morgen früh mit dem Bus auf die Reise gehen, während wir mit leichtem Gepäck die Bahn Richtung Norden nehmen.
7:10 Frühstück, 8:20 Abfahrt in sechs Tuk-Tuks zum 20 Minuten entfernten Bahnhof. Der Zug hat 25 Minuten Verspätung, fährt aber fast bis Jaffna durch. Die Sitzplätze in der klimatisierten 1. Klasse sind vorreserviert und bequem. Nach 2,5 Stunden Fahrt kommen wir kurz nach 12 Uhr in Jaffna an und werden auch gleich von unserem Bus empfangen. Die Fahrt zum Heritage Hotel dauert nur zehn Minuten. Das kleine Hotel wird von unserer Gruppe fast komplett in Beschlag genommen. Es liegt sehr zentral direkt im Tempelbezirk. Dadurch wird jedoch auch kein Alkohol ausgeschenkt und nur vegetarische Kost serviert. Die Zimmer sind einfach, aber freundlich. Es gibt sogar einen Pool.

Der tamilische Norden war aufgrund des Bürgerkriegs über viele Jahre nicht als Tourist zu bereisen. Das geht nun wieder und daher war es uns wichtig, die Chance zu nutzen. Hierher kommen (noch) nicht viele Touristen, entsprechend ist auch die touristische Infrastruktur noch in den Anfängen.

15 Uhr beginnt eine kleine Stadtrundfahrt mit folgenden Programmpunkten:
  • Fort Jaffna: von dem holländischen Fort existieren nur noch die massiven Festungsmauern
  • Markt im Stadtzentrum: Schön, als Tourist bleibt man hier unbelästigt.
  • Nallur Kandaswamy Kovil ist Sri Lankas größter und prachtvollster Hindutempel aus dem 15. Jahrhundert. Vor dem Betreten muss man die Schuhe ausziehen und die Männer den Oberkörper entblößen. Wir lassen uns segnen. Man taucht hier sehr schön in das lebhafte religiöse Treiben ein.

18 Uhr sind wir zurück im Hotel, 19 Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen Abendessen. Danach bekämpfen wir auf der Dachterrasse in geselliger Runde plauschend unsere gesammelten Alkoholbestände.

Am nächsten Tag unternehmen wir eine Tour über die Jaffna-Halbinsel mit folgenden Highlights:
  • Maruthanarmadam Anjaneyar Tempel mit seiner großen Hanuman-Statue
  • Purana Maha Raja Vihara: buddhistisches Heiligtum mit vielen Dagobas
  • Naguleswaram in Keerimalai: Hindu-Tempel
  • Dambakola Patuna: Der Legende nach erreichte hier ein Mönch mit dem Ableger des heiligen Bodhi-Baums Sri Lanka.
  • Casuarina Beach. hübsch, gut besucht, leider recht dreckig

16 Uhr endet die Tagestour. Zum Abendessen sind wir heute bei einer tamilischen Familie zu Gast. Das ist lecker und die Speisenauswahl riesig. Wir hatten allerdings bei der Vorankündigung "Zusammen kochen" etwas anderes erwartet. Zurück im Hotel eröffnen wir wieder das Trinkgelage und gehen 23:15 Uhr ins Bett.
Über den langen Damm durch die Jaffna-Lagune verlassen wir den Norden und fahren Richtung Trincomalee an die Ostküste Sri Lankas. Kurz vor unserem Ziel besuchen wir die Kanniya Hot Springs, an denen wir baden könnten, wenn es nicht gerade regnen würde.

14:30 Uhr kommen wir im Hotel Ananlamee an. Die Zimmer sind sehr hübsch, der Pool ist groß und der Strand liegt nur 100 Meter entfernt. Zum Abendessen gibt es Büfett, was uns aber zu viel ist. Irgendetwas ist uns nicht gut bekommen und wir machen lieber langsam.

Für den Folgetag haben wir etwas Freizeit und daher einen (optionalen) Ausflug nach Pigeon Island geplant, einen Marine-Nationalpark vor der Küste. Das kann trotz Wind und Wetter tatsächlich stattfinden. Die einfache Strecke dauert im kleinen Boot 40 Minuten. Das ist aufgrund des Wellengangs anstrengend und gibt blaue Flecke. Das Schnorchelerlebnis ist o.k., mehr aber auch nicht. Es gibt hinreichend kleine bunte Fische und wir sehen zwei Schwarzspitzen-Riffhaie. Aber viele Korallen sind kaputt und die Sicht ist eher schlecht. Die ersten zwei Regenschauer stören uns nicht, da wir im Wasser sind. Dass es auf der Rückfahrt einen ausgiebigen Regenguss gibt, hätte nicht sein. müssen. Der Ausflug kostete 4.500 Rupies pro Person sowie 500 Rupies für den begleitenden Schnorchelguide (zusammen ca. 27 Euro). Das kann man durchaus machen.

15:45 Uhr fahren wir mit der Reisegruppe zur Innenstadt  von Trincomalee. Das Wetter bleibt leider weiterhin unbeständig und es regnet immer wieder mal. Wir sehen folgende Highlights:
  • Fort Frederick: In den Ruinen des alten portugiesischen Forts kann man Axishirsche sehen.
  • Tirukoneswaram: Hindu-Tempel mit beeindruckender Statue von Lord Shiva
  • Pathirakali Amman: Hindu-Tempel mit Statue der Göttin Bhadrakali

18:30 Uhr sind wir zurück und gehen früh zu Bett.
Trincomalee verabschiedet uns mit einem Gewitter und heftigem Regen. Wir fahren an mehreren Stauseen vorbei in das Zentrum der Insel, durchqueren Habarana und erreichen das an einem See gelegene Örtchen Hiriwadunna, das quasi als Freiluftmuseum für Touristen dient. Hier sind wir bei einer Familie zu Gast, erhalten Einblicke in das ländliche Leben und ein überraschend gutes Mittagessen, das landestypisch mit den Fingern von Lotusblättern gegessen wird. Im Anschluss findet noch eine kleine Bootstour über den See statt. Entspannend und nett.

Nur eine knappe halbe Stunde entfernt liegt bei Sigiriya unser schönes Hotel Kassapa Lions Rock, das wir 14:30 Uhr erreichen. Die Zimmer sind geräumig und gut.

15 Uhr brechen wir auf nach Sigiriya. Auf dem 200 Meter aus der Ebene aufragenden Lava-Monolithen liegt die Ruine einer Festung aus dem 5. Jahrhundert, die zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Nach dem Eingang durchquert man die restaurierten Lustgärten mit Wasserbecken und Mauerresten. Auf halber Höhe nach oben befinden sich unter einem Felsüberhang die "Wolkenmädchen", berühmte Felsmalereien, die barbusige Frauen darstellen. Fotografiert werden dürfen diese allerdings nicht mehr. Durch das "Löwentor", von dem nur noch zwei riesige Löwentatzen übrig sind, beginnt man den steilen letzten Anstieg auf das obere Plateau mit weiteren Ruinen und Zisternen. Es ist beeindruckend, was hier in kürzester Zeit (die Bauzeit der Festung wird auf sieben Jahre geschätzt) gebaut werden konnte. Die vielen Stufen sind zwar anstrengend, aber wir haben keine Zeitnot und können das entspannt angehen. Viele Schulklassen sind unterwegs, was man vor allem auf den Treppen merkt. Unten im Lustgarten und oben auf dem Plateau verlaufen sich die Menschenmengen. Diese Besichtigung gehört zum Pflichtprogramm für Sri Lanka-Reisende. Um 18 Uhr sind wir zurück im Hotel.

Wir nehmen das Abendessen in Büfettform im Hotel ein. Das ist lecker, aber mit einem Alleinunterhalter auf Kaffeefahrtniveau und gefühlt hunderten Gästen nicht sehr idyllisch.
Frühstück 7 Uhr, Abfahrt 8 Uhr nach Polonnaruwa, der zweiten Königsstadt Sri Lankas und UNESCO-Weltkulturerbe. Die Tempel- und Palastanlagen sind weitläufig verstreut, so dass wir uns zwangsläufig nur einen kleinen Ausschnitt anschauen können. Die relativ weiten Wege wollen wir mit dem Fahrrad abkürzen. An sich eine gute Idee, wenn es nicht nach 300 Metern zu regnen anfangen würde. Der Bus ist zwar mit Regenschirmen ausgestattet, die uns auf dem Fahrrad aber nicht viel nutzen. So lassen wir die Fahrräder stehen und bewältigen den Rest der Strecke zu Fuß bzw. mit dem Bus. Die Ruinen sind sehenswert, die Besichtigung in der durch den Regen schwülwarmen Luft aber auch schweißtreibend. 13:30 Uhr endet unsere Besichtigung. Auch dies ist Bestandteil eines Pflichtprogramms bei einer Sri Lanka-Rundreise.

Für den Nachmittag gibt es kein festes Programm. Wir haben eine optionale Jeepsafari im nahe gelegenen Kaudulla Nationalpark gebucht, denn in dieser Region soll die Beobachtung wilder Elefanten ideal sein. Die Tour kostet umgerechnet 37,50 Euro pro Person. Das ist gut angelegtes Geld. Bereits auf der Fahrt dorthin sehen wir einen wilden Elefanten am Straßenrand. Zwar ist bereits am Eingang zum Nationalpark ein Rückstau und wir reihen uns in einen Konvoi von Jeeps ein, aber wir sehen mehrere Gruppen Elefanten ausgiebig und auch sehr nah. Für Kiebitz, Pfau, Reiher, Axishirsche, Haubenadler und Wasserbüffel bleibt gar nicht genug Zeit. Unser Jeep bleibt kurz im Schlamm stecken, kann aber mit Hilfe des zweiten Jeeps zügig befreit werden.

Kurz vor 18 Uhr verlassen wir den Park und sind um 18 Uhr wieder im Hotel Kassapa Lions Rock. Heute ist Vollmond, also Feiertag. Daher gibt es im Hotel keinen Alkoholausschank. Das Abendessen ist wieder gut, dazu trinken wir Root Beer.
Heute morgen besichtigen wir die Höhlentempel von Dambulla, ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe. 400 Stufen sind zu erklimmen, bevor man wie gewohnt inmitten anderer Reisegruppen und Schulklassen durch die fünf größten Höhlen geht. Was hier so im Laufe der Jahrhunderte an Buddhastatuen aus dem Stein gemeißelt und bemalt wurde, ist schon faszinierend und auf jeden Fall sehr sehenswert.

Eine Fahrstunde entfernt besuchen wir einen der vielen Spice Garden. Der Rundgang durch den Schaugarten ist nett und die Erläuterung sogar in Deutsch. Danach werden einige ayurvedische Mittelchen präsentiert, verbunden mit einer kleinen Massage. Dann folgt der obligatorische Besuch des zugehörigen Verkaufsladen mit allerlei Duftwerk und Wundermedizin. Zum Abschluss wird hier noch ein Linsencurry zubereitet. Das isst man mit den Fingern, dazu gibt es Brot, als Nachtisch Bananen und Ananas und begleitend einen Kräutertee. Lecker und sättigend.

Danach stauen wir uns nach Kandy. Unser schickes Hotel Thilanka mit sehr schönen und großzügigen Zimmern liegt auf einem Berg etwas außerhalb der Innenstadt. Nach einer halben Stunde startet unsere Stadtbesichtigung. Wir sehen den turbulenten und lauten Markt und haben eine Stunde Freizeit. Das Abendessen in einem vom Reiseleiter vorgeschlagenen Restaurant ist in Ordnung. Frühlingsrollen, Tandoori Chicken, Root Beer und ein Lion Lager kosten 1.810 Rupies (10 Euro).

Am nächsten Morgen zieht die Affenpatrouille auf dem Dach vor unserem Balkon vorbei. 8:30 Uhr fahren wir los, denn um 9:30 Uhr steht der Besuch des Zahntempels Sri Dalada Maligawa mit der dortigen Morgenzeremonie "Puja" auf dem Programm. Menschenmassen drängeln sich durch den Tempel , um einen kurzen Blick auf den goldenen Schrein mit der Buddha-Reliquie werfen zu können. Hier soll ein Zahn Buddhas mit großes spiritueller Kraft aufbewahrt werden. Auch die Bibliothek und andere Räume sind zu besichtigen. So richtig Spaß macht uns das nicht, da man nur gedrängelt durch die Anlage geschoben wird.

Um 11 Uhr sind wir wieder beim Bus und fahren zu einem "Schmuckmuseum". Das ist natürlich nichts anderes als eine kurze Führung mit anschließender Verkaufsveranstaltung. Hm!

14 Uhr besuchen wir den außerhalb der Stadt liegenden Königlichen Botanischen Garten von Kandy. Die Anlage ist schön, weitläufig und gepflegt. Wir verbringen hier über zwei Stunden. Das ist sicher besser als sich in der lauten und hektischen Stadt zu stressen. Empfehlenswert!

Am frühen Abend folgt eine Vorführung der bekannten Kandy-Tänze. 40 Minuten lang geben Trommler und Tänzer alles. Natürlich ist das eine rein touristische Veranstaltung, aber durchaus sehens- und lohnenswert.

19 Uhr sind wir zurück im Hotel. Dort essen wir später auch zu Abend. Das Büfett bietet große Auswahl, zusammen mit zwei Bier und zwei Coke kostet das 6.500 Rupies (gut 36 Euro). Für hiesige Verhältnisse nicht billig, aber passend zum gehobenen Ambiente des Hotels.
Aufstehen 6:30 Uhr, Frühstück 7:30 Uhr, Abfahrt 8:30 Richtung Hochland. Wir besichtigen unterwegs die historische Glenloch Tea Factory aus dem Jahr 1867. Das ist interessant, da noch viele alte Verfahren und Maschinen im Einsatz sind. Die Landschaft, gesäumt von Teeplantagen, ist schön, aber zur Mittagszeit bewölkt es zunehmend und die Aussicht wird bescheiden. In engen Serpentinen zieht sich die Straße bis auf fast 2.000 Meter Höhe in Nuwara Eliya. Nach kurzer Freizeit fahren wir zum Bahnhof, da eine Zugfahrt tolle Panoramen verspricht. Der Zug hat Verspätung und ist rappelvoll. Alle Sitzplätze sind besetzt, von Fensterplätzen gar nicht zu reden. Dazu verhindern Wetter und Dunst einen guten Ausblick. Bei der Ankunft in Haputale geht dann ein Gewitterschauer nieder, so dass wir auf dem Weg zum Bus klitschnass werden. Das war nicht der Kracher.

Unser Hotel Olympus Plaza liegt nur wenige Fahrminuten entfernt. Wir erhalten Zimmer ganz unten (also unterhalb der Rezeptionsebene). Das klingt zwar gut, bedeutet aber aufgrund der Hanglage drei Etagen ohne Aufzug. Zum Ausgleich hat man wenigstens Zimmer ohne WLAN und ohne gute Aussicht. Aber das Zimmer ist groß und ordentlich. Das Abendessen kommt in Büfettform daher und ist o.k., nicht mehr und nicht weniger. Es gibt aber sehr gute Margarita für 850 Rupies (4,60 Euro). Das Essen muss man sich aber ordentlich verdienen, denn das Restaurant liegt viereinhalb Stockwerke über unserem Zimmer.

Am nächsten Morgen entspricht das Timing dem Vortag. Wer Zeit hat, sollte zum Sonnenaufgang etwas die Straße vor dem Hotel entlang gehen. Der Ausblick auf die sanfte Berglandschaft zum Sonnenaufgang ist schön. Wir fahren nach Bandarawela zu einer dreistündigen Wanderung in Begleitung einer lokalen Führerin. Durch ein kleines Dorf und vorbei an Feldern führt der Weg in ein idyllisches Tal. Das Wetter spielt mit und bei strahlendem Sonnenschein sind die Farben besonders intensiv. Das ist ein netter Ausflug. Der Schlussanstieg ist allerdings in der Mittagshitze schweißtreibend. Im Städtchen Bandarawela haben wir 30 Minuten Zeit für eine kurze Stadterkundung. Besonders sehenswert ist das aber nicht.

14 Uhr sind wir zurück im Hotel und haben Freizeit. Im "Theater" des Hotels können wir uns den sehenswerten Film "Monkey Kingdom" anschauen, der in den Ruinen von Polonnaruwa gedreht wurde. So klingt der Tag gemütlich aus.
Am nächsten Morgen erreichen wir 9:40 Uhr den Little Adam's Peak. Eine leichte Wanderung führt durch Teeplantagen, bis man den Endanstieg mit 350 Stufen überwinden muss. Belohnt wird man mit einer tollen Aussicht auf 1.141 Metern Höhe. Dazu scheint die Sonne. Das ist sehr schön! Gut ist auch, dass jeder sein eigenes Tempo wählen kann, denn wir treffen uns erst um 11 Uhr an der Rezeption des nahe gelegenen 98 Acres Resort.

Nach kurzer Pause und 20 Minuten Busfahrt erreichen wir die Rawana Ella Falls, einen eindrucksvollen Wasserfall. Sehenswert!

Schnell verlassen wir nun das Hochland Richtung Tissamarama. Die Vegetation ändert sich. Hier in der Trockenzone dominieren Reisanbau und Bananenplantagen. Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir kurz vor 14 Uhr das wirklich hübsche Kithala Resort. Schöne Zimmer, gepflegter Garten mit einem Pool, der noch dazu eine wunderschöne Aussicht bildet. Sehr gut! Da wir kurzfristig in dieses Hotel an Stelle des ursprünglich geplanten ausweichen mussten, erhalten wir ein kostenfreies Mittagessen und auf dem Zimmer wartet eine Flasche Rotwein der lokalen Reiseagentur auf uns. Nun haben wir anderthalb Stunden Freizeit, die wir unter anderem zu einem Poolbesuch nutzen.

16:30 Uhr fahren wir nach Kataragama, dem wichtigsten Pilgerort Sri Lankas für Buddhisten ebenso wie für Hindus. Dort besichtigen wir die Moschee und die Dagoba Kiri Wehera. Ganz nebenbei können wir zwei Malabarhornvögel beobachten. In der anbrechenden Dunkelheit nehmen wir im Tempel an der Puja-Zeremonie teil. Heute ist nicht viel Betrieb. was uns gefällt. Das ist nicht spektakulär, aber zusammen mit der Vielzahl Buden für Opfergaben und anderem Krimskrams ein buntes Treiben und ganz interessant. 19:30 Uhr sind wir zurück im Hotel. Das Abendessen besteht wieder aus einem Büfett, das wir überdacht auf der Terrasse einnehmen.
Aufstehen 4:15 Uhr, denn um 5 Uhr fahren wir los zur Safari in den Yala Nationalpark. Die Jeeps stehen bereits vor dem Hotel, also Frühstückspaket schnappen, aufsitzen und los geht es. Nach 30 Minuten Fahrt erreichen wir den Ticketschalter und somit die Sammelstelle für 300 (!) Jeeps, die alle Punkt 6 Uhr in den Park wollen. Das ist hier normal, da der Park von Touristen stark frequentiert wird. Der Himmel ist leider bedeckt.

Trotzdem ist die Jeep-Safari schön. Wir sehen zwar nur zwei Elefanten, aber sehr gut einen großen Leoparden. Zudem treffen wir auf Wildschweine, Hirsche, Wasserbüffel, Mangusten, Goldschakal, Krokodile, Warane und viele Vögel.

10:40 Uhr sind wir zurück im Hotel zum "frisch machen" und Koffer packen. 12 Uhr geht es weiter. Insgesamt liegen 3,5 Stunden Fahrt vor uns, nur unterbrochen von kurzen Pausen. Das Wetter bleibt bedeckt.

16 Uhr erreichen wir das schöne Hotel Insight in Ahangama. Schöne Zimmer, guter Pool, schöner Strand ... empfehlenswert. 19:30 Uhr treffen wir uns zum Abendessen. Es gibt sozusagen mongolisch aus der Pfanne. Die Garnelen sind wirklich lecker, das hausgemachte Eis auch. Es bleibt am Abend schwülwarm. Die offene Flamme der Showküche direkt in unserer Nähe trägt nicht zur Senkung der empfundenen Temperatur bei.
Geplant war eine gemütliche Abfahrt um 11 Uhr, aber einige Damen der Reisegruppe möchten in Galle noch shoppen, daher wird alles zwei Stunden nach vorne verlegt.

Wir sehen ein paar für Touristen posierende Stelzenfischer (100 Rupies für ein Foto) und erreichen 9:50 Uhr Galle. Im Basarviertel haben wir genug Zeit für ein paar Einkäufe (diese Einschätzung teilt aber nicht jeder Mitreisende). 11 Uhr erreichen wir dann die Festung Galle. Ursprünglich von den Portugiesen errichtet und dann von den Niederländern erobert und ausgebaut, umschließt eine große Wallanlage die Altstadt von Galle, einem weiteren UNESCO-Weltkulturerbe. Dank dieser blieb die Altstadt, anders als der Rest von Galle, vom Tsunami 2004 weitgehend verschont. Pünktlich kommt auch die Sonne zum Vorschein. Wir umrunden gemütlich die komplette Altstadt und finden dabei viele Fotomotive. Da heute laut Horoskop ein günstiger Tag sein soll, sind viele Hochzeitspaare zu sehen.

13:30 Uhr verlassen wir Galle und fahren weiter gen Norden. In einer Schildkrötenaufzuchtstation (Eintritt 1.000 Rupies = 5,40 Euro) sehen wir ein paar sehr kleine (2 Tage alt) und sehr große Schildkröten.

Der Himmel zieht sich wieder zu und es nieselt leicht. Wir passieren die großen Touristenorte Hikkaduwa, Bentota und Beruwela und erreichen um 17 Uhr unser Hotel Coco Royal Beach Resort in Kalutara. Das Zimmer ist schön und groß. Es gibt einen gepflegten Pool und nur wenige Schritte entfernt liegt der breite Strand. Zudem ist das Abendessen sehr lecker mit großer Auswahl, schön angerichtet und auch auf Wunsch durchaus scharf. Gut!

Wir übergeben das gesammelte Trinkgeld und verabschieden uns von den sehr guten singhalesischen Begleitern. Nach dem Abendessen wechseln wir an die verwaiste Poolbar und ringen die Restbestände von Bier, Wein und Arrak nieder. 23 Uhr werden wir darauf hingewiesen, dass der Genuss mitgebrachten Alkohols in den öffentlichen Bereichen des Hotels untersagt ist und wir sonst eine Corkage Fee zahlen müssten. So lösen wir die Runde auf und gehen zu Bett.

Am nächsten Morgen stehen wir erst 7:30 Uhr auf, denn es gibt heute kein Programm. Das Frühstücksbüfett ist ebenfalls gut. Wir gehen an den Pool und auch mal zum Baden ins Meer, beides schön. Zur Abwechslung kann man in der Hotelanlage Unmengen putziger indischer Palmenhörnchen betrachten. Bis zum Nachmittag bleibt das Wetter schön, ab 17 Uhr zieht ein Gewitter auf und es regnet kräftig. So entsteht in der Hotelanlage schnell eine neue Seenplatte. Aber wir sitzen gut und trocken.

Das letzte Abendessen in der Reisegruppe um 19:30 Uhr ist erneut gut, danach verweilen wir auf der Restaurantveranda, wo die Temperaturen recht angenehm sind. Zur Cocktail-Promotion gibt es 3 Cocktails für den Preis von 2. Also trinken wir noch Mojito (1.000 Rupies = 5,40 Euro pro Cocktail), bevor wir um 22 Uhr zu Bett gehen.

Am nächsten Morgen endet die Rundreise. Wir verabschieden uns von den Mitreisenden, die am Abend ihren Rückflug antreten. Wir werden um 10 Uhr von unserem Reiseleiter und dessen Sohn in einer komfortablen Limousine zu unserem Badeaufenthalt transferiert.

Über den Colombo Matara Express Highway erreichen wir zügig und komfortabel Unawatuna, wo wir noch ein paar Tage Strandurlaub verlängert haben.

Das Hotel Thaproban Beach House war in Ordnung, wir würden es aber nicht unbedingt wieder buchen. Gut war:
  • Das Zimmer ist klein, aber sauber und ganz hübsch.
  • Das Bett ist von einem ordentlichen Mückennetz umgeben.
  • Es gibt Klimaanlage und Deckenventilator.
  • Das Hotel liegt direkt am Strand.
  • Restaurant/Bar liegen ebenfalls direkt am Strand. Das Essen hier ist ordentlich und nicht überteuert, die Cocktails waren gut.
  • Das Frühstück ist gut (kein Büfett): frisch gepresster Fruchtsaft oder Fruchtplatte, Kaffee oder Tee, Cerealien oder Joghurt mit Palmsirup, Eier in jeder Form, Toast, Butter, Marmelade, dazu Muffins.
Was war zu bemängeln:
  • Das Hotel liegt direkt zwischen Straße und dem Strand mit Restaurant. Daher ist die Umgebung eher laut.
  • Das Hotel hat keinen Garten, Pool oder ähnliches.
  • Der Check-In war nicht beeindruckend: Trotz der vorherigen Absprache war das Zimmer nicht bezugsfertig, sondern erst ab 13 Uhr. Wir mussten mehrfach nachfragen, bis wir um 17 Uhr Handtücher erhielten. Strandtücher waren auch erst spät zu bekommen.
  • Als wir einen Transfer nach Mirissa (zu einer Waltour) über die Rezeption organisieren wollten, war man wenig begeistert (man hätte lieber die komplette Tour verkauft) und es bedurfte Diskussionen.
  • An einem Abend wurden wir bei der Verabschiedung an der Bar gefragt, warum wir schon so früh (22 Uhr) gehen würden. Am nächsten Tag haben wir um die gleiche Uhrzeit gerade noch einen letzten Drink erhalten.
Anmerkung: Die Zimmer scheinen seit unserer Reise völlig neu gestaltet worden zu sein. Daher mag unsere Bewertung veraltet sein.

Zu Unawatuna:
  • Das ist ein relativ kleiner Touristenort: Belebt, aber nicht hektisch.
  • Es gibt genügend touristische Infrastruktur (Hotels, Restaurants, Shops, Ausflugsagenturen...), so dass man sich hier nicht langweilt und auch außerhalb des Hotels Betätigung findet.
  • Der Strand ist breit und schön.
  • Das Meer ist ruhig und es wird relativ schnell tief, so dass man gut schwimmen kann.
  • Die Wasserqualität ist o.k. mit Luft nach oben. Hier schwimmt auch Müll.
  • Wir hatten aufgrund der Korallenriffe gehofft, hier auch schnorcheln zu können. Die Fischwelt ist bunt und sehenswert. Vom Strand aus war das nicht schön aufgrund sehr schlechter Sichtverhältnisse. Bei einem Schnorchelausflug mit dem Boot war das besser, aber auch nicht wirklich gut. Insgesamt enttäuschend!

Restaurants in Unawatuna:
  • Kingfisher Restaurant: Nur wenige hundert Meter von unserem Hotel entfernt. Hat uns so gut gefallen, dass wir zwei Mal dort waren. Man sitzt mondän bei Kerzenlicht am Strand. Dazu klampft und singt ein Gitarrenspieler westliche Klassiker, gar nicht schlecht. Am Strand wird noch etwas Feuerakrobatik gezeigt. Das Essen ist nicht wirklich sri-lankisch, sondern eher Crossover, aber sehr gut:
    • Thai Green Chicken Curry, perfekt gegartes Thunfischsteak vom Grill, Bier und gute Cocktails (Passion Mojito, Mojito, Margarita) für 6.100 Rupies (33 Euro) inklusive 10% Service Charge
    • Lime-Arrak Prawns, vegetarisches Red Thai Curry, ein Bier, ein Cocktail für 3.800 Rupies (20,50 Euro)
  • Thaproban Beach House Hotelrestaurant: Liegt schön direkt am Strand. Durchaus leckeres Essen, gute Drinks und nicht überteuert:
    • Grilled Snapper Sri Lanka Style (gut), Fried Noodles with Chicken (o.k.), zwei Bier vom Fass und ein supersaurer Mojito kosten 3.680 Rupies (20 Euro).
    • Rice & Curry (Hühnchen, Dhal, Aubergine, Bohnen, Ananas) für 950 Rupies (gut 5 Euro)
  • Cormoran Beach Club: Liegt direkt neben dem Hotel. Wir werden um 20:45 Uhr mit "Sie kommen aber spät!" begrüßt. Abweisen möchte man uns aber auch nicht. Eine große Portion Hot Prawns, Fish & Chips, Bier und eine Margarita kosten 4.100 Rupies (gut 22 Euro). Lecker und preislich sehr angemessen. 22:20 Uhr werden schon mal demonstrativ die meisten Lichter ausgeschaltet, was uns zum baldigen Aufbruch motiviert.
  • The Dream House: Etwas versteckt liegender Italiener. Essen ist ordentlich. Zwei Bruschetta, in der Pfanne gebratener Fisch mit Pfeffer, Pasta Arrabiata, ein Bier und zwei Zitronensäfte kosten 4.000 Rupies (21,60 Euro).

Ausflüge:
  • Schnorchelausflug: Wir buchen eine Individualtour nur für uns für 10.000 Rupies, also gut 50 Euro ... ein stolzer Preis. Schon eine Stunde später startet unser Boot zu zwei Schnorchelplätzen: Jungle Beach (das ist der nächstgelegene Strand Richtung Norden) und Rock Islands, eine unserem Strand vorgelagerte Insel. Das Schnorchelerlebnis ist mittelprächtig, denn die Sicht ist sehr bescheiden. Dann bricht plötzlich Hektik aus, als dicke Wolken aufziehen. Obwohl die Rückfahrt nur ein paar Minuten dauert, werden wir von einem tropischen Regenguss völlig durchweicht. Na, da kann keiner etwas für. Fazit: Kann man machen, wenn man sich langweilt. Ist aber relativ teuer für wenig Erlebnis.
  • Whale Watching Tour: Startet im Hafen von Mirissa und kostet 5.000 Rupies pro Person (27 Euro). Den Transfer muss man sich selbst organisieren (haben wir über das Hotel gemacht, weitere 5.000 Rupies hin und zurück). Man muss früh aufstehen, denn bis Mirissa fährt man eine Stunde. Ablauf der Tour:
    • 5:30 Uhr Abfahrt vom Hotel
    • Wir sind die ersten Gäste und haben freie Platzwahl.
    • Wir erhalten ein kleines Frühstück mit Kaffee und Wasser.
    • 7 Uhr legen wir bei heute strahlendem Sonnenschein ab. Mit elf Touristen an Bord ist das zumindest keine Massenveranstaltung.
    • Wir sehen zwei sich paarende Wasserschildkörten und eine relativ große Delfinschule, die aber auf Abstand bleibt.
    • Im Pulk mit 13 Schiffen (also doch Massenveranstaltung) suchen wir dann nach Blauwalen.
    • Irgendwo taucht ein Blauwal auf.
    • Alle Schiffe geben Vollgas und steuern auf die Stelle zu.
    • Nach zehn Sekunden ist der Wal wieder abgetaucht.
    • Nun versuchen die Bootsführer zu erraten, wohin der Wal zieht.
    • Nach 10-20 Minuten taucht dieser wieder auf, bei unserem Ausflug stets weitab von der erwarteten Stelle.
    • Also wiederholt sich das Ganze, bis man aufgibt.
    • 11 Uhr sind wir zurück im Hafen von Mirissa.
Fazit: Kann man machen, ist aber kein Muss. Immerhin haben wir Wale gesehen, aber außer etwas Rücken für ein paar Sekunden aus einiger Entfernung sieht man nicht viel. Hat aber auch kein großes Geld gekostet.

Zusammenfassung:
Für ein paar Tage zum Abschluss ist das eine nette Strandregion. Hier ist alles etwas ruhiger und kleiner als in den Haupt-Touristenorten. Wir hatten leider Pech mit dem Wetter. Es gab fast jeden Tag Gewitter mit Starkregen, auch einen kompletten Regentag. Das trübt die Bewertung. Erst am Tag unserer Abreise war strahlender Sonnenschein.
Kosten
Pauschalreisen nach und auch Rundreisen in Sri Lanka gehören zu den günstigsten Fernreisen.
Das Preisniveau vor Ort ist generell deutlich niedriger als bei uns. Hier kann man noch günstig Urlaub machen.
Die Preise in Hotels sind etwas höher als in Restaurants außerhalb, aber nicht wesentlich.
Zum Zeitpunkt unserer Reise war der Umtauschkurs 185 Rupies für 1 Euro. Wir haben direkt am Flughafen Geld getauscht.
Trinkgeld wird gern genommen, aber nicht ungebührlich eingefordert.

Reisezeit
Die Reisezeit war im Prinzip gut. Allerdings setzte diesmal der Monsun vorzeitig ein, so dass wir insbesondere bei der Strandverlängerung am Ende der Reise Unwetter und viel Regen hatten. Um dem zu entgehen, sollte man die Reise vielleicht noch drei Wochen früher ansetzen. Es ist tropisch heiß und Regenschauer kann es immer geben. Im Bergland ist es deutlich kühler, aber nicht wirklich kalt.

Essen und Trinken
Das typische Gericht ist Rice & Curry. Die Zutaten können variieren und jedes Gericht schmeckt anders, aber lecker.
An touristischen Orten und Hotels werden auch internationale Gerichte angeboten.
Unsere Rundreise war mit Halbpension, also gab es zum Abendessen üblicherweise Büfett. Reizvoll ist, dass man so viel probieren kann. Aber man bekommt halt auch immer ein Standardangebot und wenig authentische Küche.
Wir waren überrascht, dass es bei der Strandverlängerung in Unawatuna, also einem Touristenort, deutlich mehr internationales Angebot gab als typische Landesküche. Das kennen wir aus anderen asiatischen Lokationen nicht so.
Das lokale Bier ist gut. Sehr verbreitet ist die Marke Lion.
An touristischen Orten und Hotels werden auch Cocktails angeboten.
In Jaffna (Tempelbezirk) und in Vollmondnächten kann es Einschränkungen geben (nur vegetarisches Essen, kein Alkoholausschank).
Wir wurden an zwei Lokationen von Gastfamilien bekocht. Das war interessant und wirklich lecker. Einmal hat es aber die Hälfte der Reiseteilnehmer nicht vertragen.

Unterkünfte
Die Hotels der Rundreise waren gut. Man merkt, dass Sri Lanka seit vielen Jahren ein Touristenmagnet ist und somit über entsprechende Infrastruktur verfügt.

Rundreise
Wir waren mit einem ordentlichen Reisebus unterwegs.
Neben Busfahrer und Reiseleiter war noch ein Busbegleiter dabei, der sich um Sauberkeit und Service gekümmert hat. Das ist komfortabel.
Die Reiseleitung war sehr angenehm und kompetent.

Sauberkeit/Hygiene
In den Restaurants kann man bedenkenlos essen.
Auch wenn wir unterwegs in einfachen Verhältnissen verköstigt wurden, hatten wir kein schlechtes Gefühl. Aber einmal hat es uns durch den Magen gehauen.
Wasser aus der Leitung ist nicht zum Trinken geeignet.
Sri Lanka hat - wie viele andere Länder - ein Plastikmüllproblem. Am Strand sorgen die Hotels für Sauberkeit. Aber im Wasser trifft mal leider oft Plastik an.

Schnorcheln
War nirgendwo wirklich gut. Ja, man kann schnorcheln gehen und es gibt auch tropische bunte Fische, aber als Schnorchellokation war das enttäuschend.

Sonstiges

Brauche ich einen Adapter? Ja, es gibt unterschiedliche Steckdosenformate in Sri Lanka. Daher ist ein Universal-Adapter sinnvoll, auch wenn in Hotels oft Euro-Stecker zumindest im Bad passen. Die Stromspannung entspricht unserer (230 Volt / 50 Hertz).

Internet vor Ort? WLAN gibt es grds. an allen Flughäfen und üblicherweise auch in den Hotels. Nicht immer reicht es bis in das eigene Zimmer hinein.


Fazit und weitere Tipps
Ausflüge sind nicht besonders preiswert. Aber spare nicht am falschen Ende: Sri Lanka ist ein Biodiversity-Hotspot. Wenn die Option besteht, gegen Aufpreis einen Nationalpark zu besuchen, sollte man das machen. Man kann hier wirklich schöne Safaris erleben und viele Tiere sehen.
Ja, Sri Lanka ist auch ein touristischer Hotspot. Man trifft überall auf Reisebusse und viele andere Touristen. Der Osten (Trincomalee) und vor allem der Norden (Jaffna) sind touristisch bei weitem nicht so stark besucht.
Wir wollten unbedingt eine große Rundreise, also inklusive dem Norden und Osten der Insel. Hat sich das gelohnt? Schwer zu sagen. Auf der einen Seite sieht man Dinge, die nicht jeder sieht. Und man entflieht den Touristenmassen. Aber ehrlich gesagt war es das auch. Weder der Norden noch der Osten sind wirklich ein Muss. Daher tut es wahrscheinlich auch eine kleinere Rundreise.
Der Mix aus gelebter Kultur (aktive buddhistische und hinduistische Stätten), antiken Stätten mit historischen Sehenswürdigkeiten wie Anuradhapura und Pollonaruwa, Tierbeobachtungen in Nationalparks und schönen Stränden ist an sich sehr reizvoll und sicher ein Grund dafür, dass viele Menschen Sri Lanka bereisen.

Alle Infos hier ausreichend? Falls Du Fragen hast, kontaktiere uns gerne.
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Alle Inhalte sind persönliche Erfahrungen und Tipps. Es erfolgt kein Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen. Angaben ohne Gewähr.
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